Friedensdemonstration in Bremerhaven gegen „Defender Europe 2020“

Bremerhaven/Bremen. Die Bremerhavener „Initiative Mut zum Frieden“ und das Bremer Friedensforum rufen am Samstag, 22. Februar, zu einer Demonstration anlässlich des Großmanövers „Defender 2020“ in Bremerhaven auf. Start ist um 11 Uhr an der Großen Kirche, Bürgermeister-Smidt-Straße 45, die Abschlusskundgebung findet am Zolltor Roter Sand statt.

Der Termin (22. Februar) wurde im Hinblick darauf gewählt, dass mehrere Zeitungen für diesen Tag die Anlandung von Kriegsgerät in der Seestadt ankündigten. Die Demonstration dürfte auch bundesweites Interesse hervorrufen, handelt es sich doch um eine der ersten größeren Aktion gegen „Defender Europe 2020“. Die Medienberichte lassen bereits erahnen, welche Ausmaße diese Kriegsübung haben wird.

Die größte US-Truppenverlegung nach Europa seit 25 Jahren läuft über Bremerhaven. Wir haben die begründete Vermutung, dass das militärische Gerät mit dem RoRo-Frachter Endurance geliefert wird, der am 19. Februar abends in Bremerhaven festmachen soll. Der Aufruf zur Demonstration in Bremerhaven enthält vier Forderungen:

  • Keine Kriegsgeräte über Bremerhaven,
  • Entspannungspolitik und politische Konfliktlösungen statt militärischer Konfrontation,
  • Kooperation mit Russland in einem gemeinsamen Haus Europa,
  • konsequente Abrüstung und Nutzung der freiwerdenden Mittel für soziale und ökologische Aufgaben.

Unterstützung haben bisher weitere Organisationen signalisiert, so die DFG-VK, VVN-BdA, Die Linke, Aufstehen und das Netzwerk Friedenskooperative Wesermarsch.

Zwei Links zur eigenen Recherche:

https://www.marinetraffic.com zeigt in einer Live Map den Ort aller Schiffe an, bei der Eingabe des Schiffsnamens erhält man detaillierte Auskünfte. https://www.arcshipping.com ist die Homepage der Schifffahrtsgesellschaft, die die Militärtransporte in der Vergangenheit immer vorgenommen hat. Bei SCHEDULE werden Fahrpläne ausgegeben – die Endurance ist allerdings nicht dabei, was wir als Zeichen werten, dass sie keine zivile Fracht an Bord hat.