Das Wetter ist mit den Kino-Freund:innen :-)

Liebe Film-Freundinnen und -Freunde,

das war knapp – hat aber geklappt, und war ein schöner Abend (finden wir zumindest). „Im Juli“ konnte trotz unkender Wetter-Apps stattfinden, überraschend viele Unentwegte waren dabei (Danke!), die Technik hat nur ein bisschen gehakt – super, große Freude!

Und weil es anscheinend allen so gut gefallen hat, überlegen wir jetzt, ob wir noch weitere Open-Air – Abende hin bekommen. Schliesslich hat der Sommer gefühlt ja gerade erst angefangen 🙂

Also: Viele Dank euch allen nochmal, und wir halten euch auf dem Laufenden!

Im Juli – der Film als Open Air im Garten

Update zum Wetter:

Prognosen sind ja bekanntlich schwierig, besonders wenn sie sich auf die Zukunft beziehen 😉

Deshalb werden wir bei „Wankelwetter“ erst unmittelbar vor Vorstellungsbeginn entscheiden, ob wir den Abend verschieben müssen – nur wenn Samstagnachmittag schon eindeutig Dauerregen absehbar ist, würden wir über die Webseite hier und über den Mailverteiler absagen.

Uff – jetzt endlich zum Film:

„Der angehende Lehrer Daniel (Moritz Bleibtreu) bekommt von der Schmuckverkäuferin Juli (Christiane Paul) einen Ring mit einem Sonnensymbol, der ihm den Weg zu seiner großen Liebe weisen soll. Auf einer Party trifft Daniel auf die Türkin Melek (Idil Üner), die ein T-Shirt mit einer Sonne darauf trägt. In der Gewissheit, dass Melek seine Traumfrau ist, folgt Daniel ihr im Auto nach Istanbul. Auf dem Weg dahin nimmt er Juli als Anhalterin mit und ein turbulentes Road-Movie beginnt. Und Daniel stellt fest, dass das Leben manchmal interessante Wendungen nimmt.“ (Quelle: Moviepilot.de)

Corona-Info:

Liebe Filmfreundinnen und Filmfreunde, leider dürfen zur Zeit nur 50 Personen gleichzeitig in den Zion-Garten. Die Liste ist mit 50 Personen inzwischen voll, wer sich jetzt noch anmeldet, kommt auf die Warteliste, die wir am samstag ab 22:15 Uhr freigeben. Wer also möchte, kann sich über kontakt@kino-in-der-neustadt.de immer noch anmelden – oder einfach auf Risiko vorbeikommen.

Digitalcourage e.V. lädt zur Digitalsprechstunde

Die zweite Digitalsprechstunde findet am Dienstag, den 19. Mai 2020 von 18:00 bis 19:30 im Internet statt. Anmeldungen (gerne mit Themenwunsch) bitte bis Montag, 18. Mai 12:00 an ortsgruppe@bremen.digitalcourage.de, weitere Informationen (Webadresse, Login-Daten) erfolgen dann per E-Mail. Die Teilnahme ist aus technischen Gründen auf 8 Personen begrenzt.

In Zeiten von Corona ist nicht nur die Medizin gefragt, sondern auch die Kommunikationstechnik: Die Schutzmaßnahmen gegen das Virus verlagern
große Teile unseres Arbeits- und Privatlebens ins Internet. Nur tummeln sich hier andere Unsicherheiten, denn nicht jedes Instrument, das sich bereitwillig für die digitale Vernetzung anbietet, ist zugleich dazu geeignet, unsere Daten und unsere Privatsphäre zu schützen. Mit Messengern, Videotools und Homeoffice lassen wir nicht nur Kolleginnen und Kollegen, Kunden und Kundinnen in unsere Wohnzimmer, sondern auch kommerzielle Datenkraken.

Damit Sie selbst darüber entscheiden können, wen Sie zu sich nach Hause einladen wollen, bietet die Bremer Ortsgruppe von Digitalcourage e.V. ab Mai im Internet eine regelmäßige, offene Digitalsprechstunde an. Dabei werden privatsphärenfreundliche und freie Alternativen zu den bekannten Datensammlern vorgestellt und besprochen. Die virtuelle Veranstaltung richtet sich an sämtliche Interessierte, ob mit oder ohne Vorkenntnisse, aus beruflichen oder privatem Interesse.

Über uns:
Die Ortsgruppe Bremen des Datenschutz-Vereins Digitalcourage e.V. gibt es seit Anfang 2017. Seitdem treffen sich Mitglieder und Interessierte regelmäßig in der Stadt Bremen, tauschen sich über aktuelle Entwicklungen bei Datenschutz und Digitalem aus und organisieren Diskussionen zu Grundrechten oder sogenannte Cryptoparties, bei denen
Konzepte sicherer Kommunikation erklärt und angewendet werden.

Digitalcourage e.V. selbst ist schon weitaus älter. Zunächst als „FoeBuD“ gegründet gibt es den Verein bereits seit 1987. Bekannt ist er u.a. für die alljährliche Verleihung des Negativpreises BigBrotherAwards. Kernanliegen des Vereins ist es, eine lebenswerte Welt
im digitalen Zeitalter zu schaffen bzw. zu erhalten. Dafür braucht es eine lebendige Demokratie, und damit Menschen, die selbstbestimmt über ihre Daten entscheiden können.

Unsere Website:

https://digitalcourage.de
Unter https://digitalcourage.de/corona ist eine Sammlung von Beiträgen
zu Corona, Onlinetools und Grundrechten zu finden.

Kontakt: ortsgruppe@bremen.digitalcourage.de

fällt leider aus: Magnitski Act

Wiliam („Bill“) Browder ist ein amerikanisch-englischer Hedgefonds-Manager und Multi-Milliardär, der während der Jelzin-Ära in Russland ein unermessliches Vermögen erwarb. Browder überwarf sich mit Wladimir Putin, den er zuerst unterstützt hatte, wurde später wegen Steuervergehen angezeigt und erhielt 2005 Einreiseverbot. Sein Steuerberater Sergej Magnitsky wurde verhaftet und starb 2009 unter bisher noch immer ungeklärten und tragischen Umständen in einem Moskauer Gefängnis. Der renommierte russische Filmemacher Andrei Nekrasov (Grimme-Preisträger 2013) drehte über diesen „Magnitski-Fall“ ein zweistündiges packendes Dokudrama.

Der fertige Film wurde eine Sensation. Er zeigte in der Endfassung etwas ganz anderes, als was seine Auftraggeber (u.a. Arte, ZDF) sich vorgestellt hatten. Der Film wurde schließlich im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, obwohl fertig abgedreht, abgenommen und synchronisiert, nie gezeigt. Bis heute nicht. Sein Inhalt ist zu brisant. Der Film entlarvt das westliche Narrativ über den „Magnitsky-Act“ als eine große Lüge.

Regisseur: Andrei Nekrasov
Original Titel: The Magnitsky Act – Behind the Scenes
Englisch mit deutschen Untertiteln
Jahr: 2016
Länge: 152 min
Produktionländer: Norwegen, Finland, Dänemark
Verleih: Piraya Film
Co-Finanzierung durch NRK (Norwegian State Broadcaster), YLE (Finnish State Broadcaster), ZDF/ARTE (Deutsch-französisches öffentlich-rechtliches Fernsehen)
Weltpremiere: 2016 in Oslo
gezeigt auf Film-Festivals u.a. in
2016 Washington DC
2016 Norwegian Short Film Festival
2016 Moscow International Film Festival
2016 Helsinki International Film Festival
2017 Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin
2017 International Fewtival Signes de Nuit, Paris
2018 International Festival Signs of the Night, Bangkok
2018 Telepolis Salon, München

fällt leider aus: Capernaum

Der 12-Jährige Libanese Zain (Zain Al Rafeea) lebt mit seinen Eltern und Geschwistern in einem Armutsviertel von Beirut. Nun verbüßt er seine Strafe in einer Jugendhaftanstalt in Beirut, weil ihm vorgeworfen wird jemanden niedergestochen zu haben. Seine Eltern (Kawthar Al Haddad und Fadi Kamel Youssef) sieht er vor Gericht wieder, aber nicht, weil sie gekommen sind, um ihren Sohn zu unterstützen, sondern weil Zain sie verklagt hat. Der Grund: Sie haben ihn in diese Welt gesetzt. Nun will er verhindern, dass seine Eltern weitere Kinder bekommen, die auch in diese schreckliche Welt voller Chaos und Krieg hineingeboren werden. Also schildert Zain dem Richter seine dramatischen Lebensumstände und lässt dabei keine Details aus. Er erzählt von seiner großen Familie, die unter ärmsten Bedingungen auf wenigen Quadratmetern miteinander lebt und er erzählt davon, wie sein Vater eines Tages Zains geliebte Schwester Sahar (Haita Izam) verkaufte…

Libanon 2018 Regie: Nadine Labaki

8. Mai 1945: Tag der Befreiung – was sonst?

Online-Diskussion: Was 75 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus & dem Ende des Krieges getan werden muss.

Link zum Teilnehmen: www.dielinke-bremen.de

(Die Veranstaltung wird über diese Webseite am 8. Mai von 19:00 – 21:30 Uhr übertragen).

Programm:

  • Begrüßung durch Olaf Zimmer (MdBB)
  • Rede von Prof. Jörg Wollenberg
  • Statement von ver.di
  • Musik von den Grenzgängern
Veranstaltet von:

attac Bremen
Die Linke HB
Friedensforum
GEW Bremen
ver.di Jugend
VVN Bremen

Attac Webinar #WasWirklichWichtigIst – Konversion der Autoindustrie 

Donnerstag 7. Mai | 19 Uhr

Klimaschäden, vergiftete Luft und verstopfte Städte erfordern den dringenden Umbau der Autoindustrie. Industrie und Politik planen jedoch milliardenschwere Programme für E-Mobilität und etwas mehr Energieeffizienz. Teile der Gewerkschaftsbewegung und die Ökologiebewegung fordern die Autoproduktion durch alternative Produkte für den öffentlichen Verkehr zu ersetzen. 

Welche Widerstände gibt es und wie sollten die nächsten Schritte der Bewegung für eine gelingende Konversion aussehen?

Gäste: Charlie, Verkehrswende Aktivistin und Stephan Krull, ehem. Betriebsrat bei VW 

Anmeldungen für das Webinar bitte an: info@attac.de mit dem BetreffWebinar

Die Zugangsdaten werden nach Eingang der Anmeldung verschickt.

Viele Grüße
Die AG Webinar

Monitor Berichtet über Corona in Flüchtlings-Unterkünften

Monitor-Video: Eingesperrt und ausgeliefert – Corona in deutschen Flüchtlingsunterkünften

„Tausende Menschen in deutschen Flüchtlingsunterkünften sind kaum geschützt gegen Corona: Viele leben auf engstem Raum. In einzelnen Unterkünften sind schon mehr als die Hälfte der Bewohner infiziert. Während die Maßnahmen der Bundesländer vielerorts kaum Wirkung entfalten, wachsen Ohnmacht und Wut bei den eingesperrten Flüchtlingen.“ (Monitor)

Im Beitrag wird auch über die Situation in Bremen (Erstaufnahmelager Lindenstraße) berichtet.

Monitor berichtet über Corona in Flüchtlingsunterkünften
Teil des Beitrags über die Situation in Bremen / Lindenstraße

Monitor berichtet über Corona in Flüchtlingsunterkünften
komletter Beitrag

FAQ – Häufige Fragen

meet.jit.si oder was? (Wo anmelden)
Jitsi ist opensource Software und frei erhältlich. Es gibt verschiedene Firmen, Organisationen und Privatleute, die diese Software auf ihren Rechnern laufen lassen („hosten“) und so im Prinzip jedem ermöglichen, sich zu VKs zu verabreden.

Das Problem ist das Vertrauen, welches man in diesen Hostern entgegen bringt. Zwischen Client (ich / du…) und dem Server ist der Inhalt verschlüsselt, auf dem Server aber nicht. Die Frage ist also: vertraut man dem Hoster, dass er mit den durch seinen Rechner laufenden Daten nichts Böses anstellt…

Die Firma 8×8.com (https://www.8×8.com) sitzt in Californien, unterstützt die Entwickung der Software und bietet eine kostenlose Nutzung der Software über die Adresse https://meet.jit.si – damit ist über diese Adresse der Standort des Servers in den USA und es gilt US-Recht – wie auch immer man das bewertet.

Digitalcourage e.V. (https://jitsi.digitalcourage.de) und SystemLi (https://meet.systemli.or) betreiben ihre Server in Deutschland, sind also europäischem Datenschutzrecht unterworfen – mal abgesehen von ihrem politischen Selbstverständnis.

Technisch tun sich die Server nicht viel, nach meinen Erfahrungen spielen so viele Faktoren bei der technischen Qualität der VK mit, dass die Serverleistung nur einen Faktor von vielen darstellt. Zum Beispiel die Tagesszeit, wann das Treffen statt findet: wenn „alle“ im Internet unterwegs sind, gibt es Stau, Sonntag morgens ist die (Daten-) Autobahn frei …

Videokonferenzen und der ganze Rest….

Seit Corona neue „Umgangsformen“ nahe legt, sind Videokonferenzen häufiges Mittel, der drohenden Kontaktlosigkeit zu entgehen. Das gilt auch für uns – und wie Viele haben wir uns stolpernd in die neue Welt begeben.

Unsere Erfahrungen mit Jitsi, Webcams, Hostern und dem ganzen Rest haben wir an dieser Stelle zusammen gestellt, vielleicht interessiert das auch andere.

Der Staat gegen Fritz Bauer

Deutschland 1957. Während die junge Bundesrepublik die NS-Zeit hinter sich lassen will, kämpft ein Mann unermüdlich dafür, die Täter im eigenen Land vor Gericht zu stellen: Zwölf Jahre nach Kriegsende erhält der kompromisslose Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (Burghart Klaußner) den entscheidenden Hinweis darauf, wo sich der frühere SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann versteckt halten soll. Gemeinsam mit dem jungen Staatsanwalt Karl Angermann (Ronald Zehrfeld) beginnt Bauer, die Hintergründe zu recherchieren. Doch es formiert sich Widerstand bis in die höchsten Kreise: In seiner eigenen Behörde verschwinden immer wieder Akten und auch Oberstaatsanwalt Ulrich Kreidler (Sebastian Blomberg) und BKA-Mitarbeiter Paul Gebhardt (Jörg Schüttauf) behindern den unliebsamen Bauer in seinen Ermittlungen. Ein scheinbar aussichtsloser Kampf gegen unsichtbare Gegner beginnt, doch Bauer und Angermann geben nicht auf, wohl wissend, dass ihnen die Jagd auf Eichmann sowohl beruflich als auch privat alles abverlangen wird.

Die Bedeutung des hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer für das Zustandekommen der Auschwitzprozesse der 1960er Jahre ist unumstritten. Doch erst nach seinem Tod wurde sein entscheidender Verdienst um die Ergreifung Eichmanns bekannt. Grimme-Preisträger Lars Kraume (DIE KOMMENDEN TAGE) zeichnet mit DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER nun das kraftvolle und fesselnde Porträt eines mutigen Mannes und dessen Kampf um Wahrheit und Gerechtigkeit. Unbeirrbar legte Bauer den Finger in die Wunde und schreckte dabei auch nicht vor unbequemen Fragen der Regierung Adenauer gegenüber zurück. Burghart Klaußner (ELSER, DAS WEISSE BAND) verkörpert den Titelcharakter kongenial bis in die feinsten Details von Mimik und Gestik. Für die weiteren Rollen in seinem packenden, dichten Portrait der jungen BRD versammelte Lars Kraume mit Ronald Zehrfeld (BARBARA), Sebastian Blomberg (ZEIT DER KANNIBALEN), Lilith Stangenberg (DIE LÜGEN DER SIEGER) und Jörg Schüttauf (SO GLÜCKLICH WAR ICH NOCH NIE) ein hochkarätiges deutsches Schauspieler-Ensemble.

Beim Deutschen Filmpreis wurde DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER mit 6 LOLAs ausgezeichnet, u.a. als Bester Film (Lola in Gold), für die Beste Regie und das Beste Drehbuch.

fällt leider aus: Überraschungsfilm

Aus Lizenzgründen ohne Titelnennung – Leser*innen unseres Newsletters wissen mehr 🙂

Der Film erzählt die Geschichte einer Gruppe sehr unterschiedlicher Menschen und die Art und Weise, wie sich ihr Leben über einen Zeitraum von vierundzwanzig Stunden überschneidet. Zu Beginn des Films scheint jede Episode in der Erzählung getrennt und nicht miteinander verbunden zu sein, aber im Verlauf der Geschichte wird das Leben dieser verschiedenen Charaktere in einer komplizierten Geschichte miteinander verwoben, wie Menschen aufeinander reagieren und miteinander interagieren. Was wir erleben, ist ein komplexes Netz paralleler Erzählungen, während wir jedem Charakter oder jeder Gruppe von Charakteren durch ihren Tag folgen. Der Filmemacher Paul Haggis sagte, er wolle einen Film darüber machen, wie wir uns als Fremde gegenseitig beeinflussen können, auch wenn wir uns vielleicht nie treffen. Viele der Charaktere in Crash erkennen nicht, welche Auswirkungen sie auf das Leben der anderen hatten, aber wir als Publikum tun dies.

fällt leider aus: Nader und Simin

Plakat Nader und SiminDas Schicksal von zwei Familien im Iran: die eine aus dem modernen Mittelstand, die andere aus streng gläubigen, ärmeren Verhältnissen bei einer aufreibenden Suche nach den vielen Gesichtern der Wahrheit.
Meisterhaft und emotional erzählt der iranische Regisseur, festgemacht an einer ganz privaten Situation, wie Menschen in einer von religiösen und moralischen Regeln geprägten Gesellschaft leben. Dabei ist „Nader und Simin – Eine Trennung“ kein politisches Pamphlet, sondern eine einfühlsam erzählte Geschichte, die mit dokumentarischer Wahrhaftigkeit und zutiefst menschlicher Eindringlichkeit und einem Ensemble großartiger Schauspieler mitten ins Herz zielt, und weit über die Grenzen des Iran hinaus strahlt.

Auf der Berlinale 2011 gewann das vielschichtige iranische Drama den Goldenen Bären sowie zwei Silberne Bären und wurde von Presse wie Publikum euphorisch umjubelt.

Petition ‚Schließt Massenunterkunft Lindenstraße – schafft sichere Wohnsituation für Geflüchtete!‘

Liebe Leute,

alle sollen Distanz halten, um Ansteckung zu vermeiden – in der „Erstaufnahmeeinrichtung Lindenstraße“ leben mehrere hundert Menschen auf engem Raum, teilweise zu Vielen in einem Zimmer, unter Bedingungen, die wir glücklicherweise nicht aushalten müssen.

Die Initiative „Together we are Bremen“ hat dagegen eine – wie wir finden – unterstützenswerte Petition gestartet.

Wir habe bei der Petition ‚Schließt Massenunterkunft Lindenstraße – schafft sichere Wohnsituation für Geflüchtete!‘ unterschrieben und würden uns  sehr freuen, wenn ihr auch mitmacht.

Je mehr Menschen die Petition unterstützen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Erfolg hat. Hier könnt ihr mehr über die Kampagne erfahren und unterzeichnen:

Link zur Petition

Vielen Dank!

das Team „Kino in der Neustadt“

fällt leider aus: Die Waffen nieder! Schwerter zu Pflugscharen!

Die DFG-VK Gruppe Bremer lädt zum Filmabend in die Villa Ichon ein. Wir zeigen den Dokumentarfilm „Die Waffen nieder! Schwerter zu Pflugscharen“ von Nils-Holger Schomann. Der Rechercheur aus Lübeck ist Vorort und lädt im Anschluss zur Diskussion über den Film ein. Und fragt: wo bleibt die Friedensbewegung?

Die Lage in der Welt spitzt sich zu, neben laufenden Kriegen wird immer häufiger mit Gewalt und Krieg gedroht, um vermeintlich damit Probleme zu lösen oder die eigenen Interessen durchzusetzen.
Aufrüstung wird von allen Seiten vorangetrieben. Jüngst stimmte Deutschland gegen die mehrheitlich in der UNO beschlossene Ächtung von Atomwaffen und hat über die atomare Teilhabe der NATO sogar einen teilweisen Zugang zu Atomwaffen, die im Fliegerhorst Büchel in der Eifel lagern und von dort aus mit deutschen Tormado-Flugzeugen eingesetzt werden sollen.

Deja vu? Nicht nur der Lubecker Filmemacher Nils-Holger Schomann fragt: wo ist die Friedensbewegung in dieser Situation?

Und geht auf Spurensuche: Beginnend etwa 1981, da war er schon in Bonn mit der
Kamera dabei, als hundertausende gegen die Aufstellung von Pershing II-Atomraketen in Deutschland protestierten. Das Filmmaterial von damals zeigt: die Friedensbewegung hatte weltweiten Einfluß und schon wenige Jahre später werden die zunächst aufgestellten Raketen von den Großmächten wieder abgebaut.

Spurensuche heute: einige hundert Menschen marschieren Ostern 2016 vor dem Fliegerhorst in Buchel/Pfalz gegen die dort gelagerten 20 Atombomben. Die örtliche
Friedensbewegung ist seit vielen Jahren sehr aktiv. Auch in Lübeck gibt es wieder Ostermärsche.

Nils-Holger Schomann ist mit der Kamera dabei wie auch im gleichen Jahr bei den Mahnwachen vor dem Fliegerhorst Jagel, von dort werden Drohneninsätze in der ganzen Welt geplant und später auch gesteuert.

Sie werden immer wieder von Polizisten mit ihren Instrumenten weggetragen und setzen sich wieder vor die Kasernentore, während sie musizieren – eine ungewöhnliche,
aber gewaltfreie Form des Protestes. Die Parole: „Schlußakkord für Drohnenmord“ , denn die in Jagel stationierten Drohnen sollen zukünftig nicht nur Luftbilder machen, sondern bald auch bewaffnet werden.

Überall wo die Bundeswehr wirbt, sind Pazifisten vor Ort und sagen: Kein Werben fürs Sterben- Bundeswehr abschaffen !

Ist es ein Zufall, daß die deutsche Armee ausgerechnet in Mali/Afrika eingesetzt wird, genau dort, wo die wichtigsten und größten Uranvorkommen lagern und abgebaut werden ?

Der Filmemacher fragt Aktivisten: haben sie das Gefuhl, etwas beeinflussen zu können und wird die Friedensbewegung in diesen Zeiten wieder sichtbarer und einflußreicher werden?
Freunde, Bekannte, Aktivisten geben Auskunft und SchauspielerInnen wie Rolf Becker lesen Texte dazu: Was ist Frieden? Gibt es einen gerechten Frieden? Ist Frieden
mehr als die Abwesenheit von Krieg? Wo steht die Friedensbewegung gerade und kann sie wieder größer und einflußreicher werden ?

Domumentarfilm von Nils-Holger Schomann
Länge: ca. 91 Minuten

Stab:
Nils-Holger Schomann (Bildgestaltung & Montage)
Rolf Becker, Schauspieler (Sprechtexte/ Zitate)
Evelyn Luka (Redaktion)
Thore Schomann (Originalton)
Ronald Mehling, Michael Schulze von Glaßer (Kamera)
Gruppe Lebenslaute (mit Musik u.a.von Ton-Steine-Scherben)

Absagen…

Liebe Filmfreundinnen, liebe Filmfreunde!

Es ist ein merkwürdiges Gefühl: obwohl die allermeisten von uns (zum Glück noch) gesund sind, hören wir von allen Seiten: direkten Kontakt vermeiden! Schulen zu, Treffpunkte zu, demnächst Menschenansammlungen mit mehr als 5 Personen verboten?

Wie auch immer, ob wir das angemessen finden oder nicht: im Moment geht es nicht anders. Mindestens bis Ostern schliessen – schweren Herzens – die VEG – Gemeindezentren Zion, Pauli und MC. Das KUNZ (unser zweiter Spielort) und die OS Leibnizplatz sind auch betroffen, kurz: wenn wir Pech haben, fällt die komplette Frühlingsstaffel von Kino in der Neustadt ins Wasser. Wir wollen hoffen, dass das die schlechteste Nachricht bleibt und nicht wirkliche Probleme entstehen.

Wir würden uns freuen, wenn alles nicht so schlimm wird und wir vielleicht doch noch den ein oder anderen Film zeigen können – auf jeden Fall halten wir euch auf dem Laufenden!

Mit (etwas) geknickten Grüßen
das Kino-in-de-Neustadt – Team

fällt leider aus: Überraschungsfilm

Liebe Kinofreundinnen und Kinofreunde,

leider müssen wir die für heute Abend im KUNZ geplante Filmveranstaltung „Der Junge muss an die frische Luft“ absagen. Wir werden euch auch über die Webseite https://kino-in-der-neustadt.de auf dem Laufenden halten, wie es mit den anderen geplanten Vorstellungen weitergehen wird.

Viele Grüße an euch alle,

das Kino-in-der-Neustadt – Team

 

 

Aus Lizenzgründen ohne Titelnennung – Leser*innen unseres Newsletters wissen mehr ?

Ruhrpott 1972. Der Film erzählt aus der Kindheit des heute berühmten Entertainers H. K. Der pummelige, 9-jährige Hans-Peter wächst in der Geborgenheit seiner fröhlichen und feierwütigen Verwandtschaft auf. Sein großes Talent, andere zum Lachen zu bringen, trainiert er täglich im Krämerladen seiner Oma Änne. Aber leider ist nicht alles rosig. Dunkle Schatten legen sich auf den Alltag des Jungen, als seine Mutter nach einer Operation immer bedrückter wird. Für Hans-Peter ein Ansporn, seine komödiantische Begabung immer weiter zu perfektionieren. Die berührende Kindheitsgeschichte eines der größten Entertainer Deutschlands.
Deutschland 2018 100 Minuten

Komm und sieh

„Komm und sieh“ von Elem Klimow ist ein sowjetischer Antikriegsfilm von 1985, der im Jahre 1943 in einem weißrussischen Dorf spielt. Anhand des Schicksals des jugendlichen Protagonisten Fljora, der gegen die Deutschen kämpft, wird die Grausamkeit des Zweiten Weltkrieges schonungslos, ehrlich, fesselnd und brutal gezeigt. Der Film zeigt, wie der Krieg den Menschen zu einer Bestie macht. Nichts für schwache Nerven.

Buch: Ales Adamowitsch
Kamera: Alexej Rodionow

Original mit deutschen Untertiteln

Friedensdemonstration in Bremerhaven gegen „Defender Europe 2020“

Bremerhaven/Bremen. Die Bremerhavener „Initiative Mut zum Frieden“ und das Bremer Friedensforum rufen am Samstag, 22. Februar, zu einer Demonstration anlässlich des Großmanövers „Defender 2020“ in Bremerhaven auf. Start ist um 11 Uhr an der Großen Kirche, Bürgermeister-Smidt-Straße 45, die Abschlusskundgebung findet am Zolltor Roter Sand statt.

Der Termin (22. Februar) wurde im Hinblick darauf gewählt, dass mehrere Zeitungen für diesen Tag die Anlandung von Kriegsgerät in der Seestadt ankündigten. Die Demonstration dürfte auch bundesweites Interesse hervorrufen, handelt es sich doch um eine der ersten größeren Aktion gegen „Defender Europe 2020“. Die Medienberichte lassen bereits erahnen, welche Ausmaße diese Kriegsübung haben wird.

Die größte US-Truppenverlegung nach Europa seit 25 Jahren läuft über Bremerhaven. Wir haben die begründete Vermutung, dass das militärische Gerät mit dem RoRo-Frachter Endurance geliefert wird, der am 19. Februar abends in Bremerhaven festmachen soll. Der Aufruf zur Demonstration in Bremerhaven enthält vier Forderungen:

  • Keine Kriegsgeräte über Bremerhaven,
  • Entspannungspolitik und politische Konfliktlösungen statt militärischer Konfrontation,
  • Kooperation mit Russland in einem gemeinsamen Haus Europa,
  • konsequente Abrüstung und Nutzung der freiwerdenden Mittel für soziale und ökologische Aufgaben.

Unterstützung haben bisher weitere Organisationen signalisiert, so die DFG-VK, VVN-BdA, Die Linke, Aufstehen und das Netzwerk Friedenskooperative Wesermarsch.

Zwei Links zur eigenen Recherche:

https://www.marinetraffic.com zeigt in einer Live Map den Ort aller Schiffe an, bei der Eingabe des Schiffsnamens erhält man detaillierte Auskünfte. https://www.arcshipping.com ist die Homepage der Schifffahrtsgesellschaft, die die Militärtransporte in der Vergangenheit immer vorgenommen hat. Bei SCHEDULE werden Fahrpläne ausgegeben – die Endurance ist allerdings nicht dabei, was wir als Zeichen werten, dass sie keine zivile Fracht an Bord hat.

Eintritt frei – Spende willkommen.

Was soll das denn – Eintritt frei, trotzdem wird um Spenden gebeten?

Das Wichtigste ist für uns, dass möglichst viele Menschen die von uns ausgesuchten Filme sehen können. Deshalb soll niemand wegen eines Eintrittsgelds abgeschreckt werden.

Ausserdem haben wir keine Lust auf mehr Bürokram, als unvermeidbar – und ohne Eintritt brauchen wir keine Buchhaltung usw wie bei einem kommerzielles Angebot.

Aber:

  • da wir für die Filme die DVD kaufen (~15€),
  • eine Lizenzgebühr an den Verleih entrichten (~120€),
  • GEMA-Gebühren zahlen (~14€) und Kosten für Werbung haben (Webseite, Druck),
  • kostet uns jede Vorführung etwa 170€.

(Raum- und Technik-Kosten werden netterweise von unseren Gastgebern – zum Beispiel dem Zion-Gemeindezentrum und dem KUNZ – getragen.)

Meistens kommen etwa 40 Gäste – das bedeutet, wenn jede und jeder 4,25 Euro spendet, zahlen wir nicht drauf 🙂

Erstes Treffen des Vorbereitungs-Teams im neuen Jahr

Liebe Leute,

am 15. januar ab 19:30 trifft sich das Vorbereitungs-Team von „Kino in der Neustdt / globale lokal“ zum ersten Mal im neuen Jahr.

Wir freuen uns über Neugierige und (vielleicht demnächst) Aktive!

Wenn ihr schon immer mal mitbestimmen wolltet, welche Filme gezeigt werden, oder wenn ihr vielleicht überlegt, bei der Orga mitzumachen – meldet euch!

Ihr erreicht uns per Mail unter kontakt@kino-in-der-neustadt.de
oder über Telegram unter @Kinoinderneustadt

Bis bald 🙂

Die YESMEN – jetzt wird‘s persönlich

ACHTUNG: DIESE VORSTELLUNG FINDET NICHT IN ZION, SONDERN IM KUNZ (SEDANSTR. 12-14) STATT!

THE YES MEN sind die Superstars der US-Protestbewegung. Sie inszenieren seit 20 Jahren unterhaltsame und provokative Aktionen und stellen Konzerne oder Regierungen bloß, um aufzudecken.
USA 2014, 90 min

Der Kuaför aus der Keupstraße

Mit Gästen, u.a. vom Nagelbombenanschlag direkt Betroffene.

In der Doku geht es um den Nagelbombenanschlag, den der NSU am 9. Juni 2004 in der Keupstraße in Köln verübt hat. Dabei wurden mehrere Menschen schwer verletzt und ein Friseursalon komplett verwüstet. Die Keupstraße in Köln-Mühlheim gilt als Zentrum des türkischen Geschäftslebens. Andreas Maus erforscht die Hintergründe des Attentats der Neonazis. D 2015, 97 Minuten Regie: Andreas Maus

Wir bedanken uns für die Unterstützung der Veranstaltung bei der Rosa-Luxemburg-Initiative Bremen.

#female pleasure

#Female Pleasure begleitet fünf Frauen aus den fünf Weltreligionen und zeigt ihren Kampf für eine selbstbestimmte weibliche Sexualität und ein respektvolles Miteinander unter den Geschlechtern. Ein Film gegen die Dämonisierung der weiblichen Sexualität, die in Zeiten von zunehmendem religiösem Fanatismus um sich greift, und und für Aufklärung und sexuelle Selbstbestimmung aller Frauen. Deutschland, Schweiz 2018, 93 min

Weserlust Hotel

Gäste: Regisseur Eike Besuden und Dartsteller*innen

Nach „Verrückt nach Paris“ und „All inclusive“ kommt jetzt Eike Besudens „Weserlust Hotel“: Ein lebensfroher Film über die verblüffende Umsetzung von Inklusion. Das außergewöhnliche Making-of eines Spielfilms, in dem behinderte Menschen an der Seite von bekannten Schauspielern (Dominique Horwitz, Doris Kunstmann u.a.) Haupt- und Nebenrollen übernehmen und auch bei den anderen Gewerken wie Kamera, Kostüm oder Ausstattung mitmischen. Deutschland 2018, 80 min, Regie: Eike Besuden

Brazil

Sam Lowry (Jonathan Pryce) ist ein kleiner Beamter in einem totalitären Staat. Anstatt einen Regime-Gegner (Robert De Niro) aufzuspüren, hängt er jedoch lieber seinen phantastischen Tagträumen nach, in denen er als einsamer Held gegen Ungeheuer kämpft. Eines Tages sorgt ein zerquetschter Käfer auf der Fahndungsliste dafür, dass ein Unschuldiger von den Sicherheitskräften liquidiert wird. Als Sam den Irrtum entdeckt, beginnt er seine Träume auszuleben und gerät ebenfalls auf die Abschussliste… GB 1984, Regie: Terry Gilliam, 143 Min.

Newcomers

Der Film vermittelt Erinnerungen aus der Lebenszeit sehr unterschiedlicher Menschen. Ma’an Mouslli liefert keine Beschreibungen. Keine Kommentare. Keine Erklärungen. Ma’an erschafft ein Gefüge von Seelenbildern. Verstörend emotional. Schmerzhaft offen. Peinlich intim. Wir schauen in Gesichter. Ihre Augen werden zu Fenstern der Seele. Wir blicken hinein. Die Bilder, die wir nun sehen, entstehen nicht auf der Leinwand, sondern tief in uns selbst. Am Ende ergibt sich dann eine bohrende Frage: Akzeptieren wir eigentlich diese Welt, so wie sie ist? Deutschland 2018 Regie: Ma’an Mouslli 63 min, ab 12 J.

Gemeinnützige Zivilgesellschaft …oder doch nicht? Attac, das BFH Urteil und die Folgen

Dienstag, 29.Okt., 19.00
Übersee-Museum, Bahnhofsplatz 13

Der §52 der Abgabenverordnung regelt in Deutschland, welche Vereine gemeinnützig sind. Diese Abgabenverordnung aus dem Jahr 1977 ist veraltet und wird zudem missbraucht, um den Handlungsspielraum von Organisationen einzuschränken, die
sich eindeutig politisch positionieren („shrinking spaces“). Ein Beispiel: Das Urteil des
Bundesfinanzhofes zur Gemeinnützigkeit von Attac im Februar 2019.

Die Allianz „Rechtssicherheit für politische Willensbildung“ ist ein Zusammenschluss
von mehr als 120 Vereinen und Stiftungen, die sich für eine veränderte
Abgabenordnung und ein modernes Gemeinnützigkeitsrecht einsetzt.

  • Stefan Diefenbach-Trommer (Berlin), Koordinator der Allianz „Rechtssicherheit für politische Willensbildung“, erläutert die Arbeit der Allianz
  • Sonja Taubert (Attac Bremen) stellt den Fall Attac dar
  • Veranstalter*innen berichten über Auswirkungen auf ihre Organisation

Eine Veranstaltung von: Attac, Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung, Mehr Demokratie, Stiftung die schwelle, Robin Wood, Digitalcourage, Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung

Iuventa

Eine Gruppe junger engagierter Menschen gründet im Herbst 2015 in Berlin die Initiative JUGEND RETTET. Über eine Crowdfunding-Kampagne kaufen sie einen umgebauten Fischkutter und taufen ihn auf den Namen „Iuventa“. Nach fast zwei Jahren Einsatz und ca. 14.000 auf hoher See geretteter Menschen wurde im August 2017 das Schiff plötzlich beschlagnahmt und von den italienischen Behörden in Lampedusa festgesetzt…
Italien, Deutschland 2018, 86 min, Regie; Michele Cinque

Cold war

1949, zur Zeit des polnischen Wiederaufbaus, wird ein Gesangsensemble aufgebaut. Zula und Wiktor verlieben sich. Doch die Truppe wird für politische Ziele eingespannt. Wiktor flieht nach Ostberlin. Zula, die eigentlich mit ihm fliehen wollte, erscheint nicht wie vereinbart und so treffen sich die beiden erst viele Jahre später in Paris wieder…
Eine Liebesgeschichte im kalten Krieg.

Polen 2018, sw/ws, 88 Min., Regie: Pawel Pawlikowski

Internationaler Kulturnachmittag

Samstag, 12.10.2019 17-21 Uhr VEG St. Pauli (Große Krankenstr. 11, 28199 Bremen)

Der „Internationaler Menschenrechtsverein Bremen e.V“ veranstaltet ein internationales Tanz- und Musikprogramm, es gibt auch Speis + Trank! 🙂

Hintergrund: Die Forderung nach der Beendigung der Kriminalisierung des Bremer Menschenrechtsvereins

Am 23. Mai 2019 wurde der Vorsitzende des IMRV Bremen – Viraj Mendis – auf die Terrorliste des sri-lankischen Regimes gesetzt.

Der IMRV hat sich energisch gegen das EU-Verbot der LTTE vor seinem Inkrafttreten im Jahr 2006 ausgesprochen und die verheeren den Auswirkungen des Verbots auf den Friedensprozess bekannt gemacht.

Nach dem Ende des Vernichtungskrieges im Jahr 2009 hat der Verein tamilischen Aktivisten in Deutschland und Europa, denen im Rahmen dieses Verbots mit Freiheitsstrafe gedroht wurde, politisch weiter verteidigt. Im Jahr 2018 traf das Schweizer Gericht nach einer intensiven und langwierigen Anhörung einen richtungsweisenden Entscheid, die 11 tamilischen Aktivisten, die angeklagt wurden, nicht zu verhaf-
ten und lehnte die Kriminalisierung der LTTE ab (https://humanrights.de/de/3691).
Dies ist der größte Sieg gegen die EU-Verbote, die auf eine Kriminalisierung des tamilischen Kampfes abzielen.

Die Vereinsrolle in der politischen Kampagne und sein Versprechen, den durch den Schweizer Entscheid eröffneten politischen Raum weiter auszubauen, ist zweifellos der Auslöser für die Aufnahme des singhalesischen Vorsitzenden des IMRV in die Terrorl-
iste.

Ob diese sri-lankische Aktion im Zusammenhang mit dem bestehenden EU-Verbot zur Isolierung und Zerstörung des IMRV Bremen eingesetzt wird oder ob Menschen, die die 25-jährige internationalistische Arbeit des Vereins kennen, zu seiner Verteidigung
kommen werden, ist eine Frage, die nur Sie beantworten können.

www.humanrights.de

Before the flood

Leonardo DiCaprio bereist die ganze Welt, um die Folgen der vom Menschen geschaffenen globalen Erwärmung und die ergriffenen Maßnahmen zu deren Umkehrung zu untersuchen.

Der Film wirft im weiteren Verlauf einen Blick darauf, welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Umwelt hat und was die Gesellschaft tun kann, vom Aussterben bedrohte Tierarten zu erhalten… 2016 USA 96 Min.

Klasse Deutsch

Die warmherzige Doku „Klasse Deutsch“ war der Publikumsliebling beim Kinofest Lünen 2018. Zusammen mit Kindern aus aller Welt durchleben wir im Film den turbulenten Schulalltag mit der kniffligen deutschen Sprache. Wer wünscht sich da nicht genau so eine Lehrerin wie die charismatische Kölnerin Ute Vecchio! Ein wunderschöner Schwarz-Weiß-Film über gelingende Integration und eine Verneigung vor der täglichen Leistung engagierter Pädagogen. Deutschland 2018 89 min Regie: Florian Heinzen-Ziob

Embrace

Medien, Werbung und Gesellschaft geben ein Körperbild vor, das uns nicht gut tut. Die australische Fotografin und dreifache Mutter Taryn Brumfitt postete ein ungewöhnliches Vorher/Nachher-Foto ihres fast nackten Körpers auf Facebook, das über 100 Millionen Mal angesehen wurde und rückte so das Thema Body Image in den Blick. Mit ihrem Film möchte Brumfitt allen, die unter den vermeintlichen Schönheitsidealen leiden, einen Gegenentwurf vorstellen: EMBRACE! Australien 86 Min. DE m. UT

Fairwashing statt Politik

Textilsiegel Grüner Knopf

Der „Grüne Knopf“ führt die Konsumenten hinters Licht. Sklavenlöhne, Umweltzerstörung und Kinderarbeit werden damit nicht verhindert. Dabei gäbe es einen Ausweg.

Vor 7 Jahren brannte das Werk von Ali Enterprises in Pakistan, im Jahr 2013 stürzte in Bangladesch die Textilfabrik Rana Plaza ein. Die Arbeitsbedingungen bei den Zulieferern deutscher Textilkonzerne sind seither ein Politikum.

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Gegen den Strom

Die 50jährige Halla führt heimlich einen Ein-Frau-Krieg gegen die Aluminiumindustrie Islands. Sie verübt Sabotageaktionen gegen Strommasten und führt gleichzeitig ein „bürgerliches“ Leben als Chorleiterin. Die bevorstehende Adoption eines ukrainischen Waisenkindes verschafft dem Film eine interessante Wende und Spannung bis zum Schluss.
101 Minuten, Regie: Benedikt Erlingson, Island, Frankreich, Ukraine 2018

Europas Antwort muss Widerstand sein

Die Europäer sollten die Partnerschaft mit China, Russland und Indien suchen, um der Regierung Trump die Stirn zu bieten.

DPA
Foto: dpa

Donald Trump wird Europa anlässlich des G7-Gipfels in diesem Monat einen neuerlichen Besuch abstatten, und den europäischen Regierungen gehen, was den Umgang mit diesem US-Präsidenten angeht, die Optionen aus. Sie haben versucht, ihn zu bezirzen, zu überreden, zu ignorieren oder anzuerkennen, dass man anderer Meinung ist. Doch Trumps Böswilligkeit ist grenzenlos. Die einzige Alternative ist daher, ihm Widerstand zu leisten.

[Link zum Artikel auf IPG]

… auch wenn es nicht allen gefällt

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Fritz Bauer, Ankläger im Frankfurter Auschwitz-Prozess, ließ den ersten Satz des Grundgesetzes an der Fassade des Frankfurter Gerichts anbringen. Medico International hat ihn als Kulisse im Film zur Bleiberechtskampagne genutzt, die Medico zusammen mit dem Grundrechtekomitee initiiert haben. Wir freuen uns über Verbreitung per Email und Social Media!

Stop the Boats – von der Lüge der staatlichen Seenotrettung

Der Film „Stop the boats“ dokumentiert, wie ein Boot mit 65 Flüchtlingen – vorwiegend TamilInnen aus Sri Lanka – im Mai 2015 auf dem Weg nach Neuseeland auf hoher See von der australischen Küstenwache aufgebracht wird. Die Flüchtlinge werden in marode Boote verfrachtet und bewusst in Seenot gebracht, bevor man sie schließlich auf einer Pazifikinsel interniert. Im Lager werden sie von VertreterInnen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) dazu genötigt, einer Rückkehr in ihre Herkunftsländer zuzustimmen, was einige auch tun.

Trailer

Im Anschluss an den Film diskutieren wir mit Viraj Mendis vom IMRV Bremen über die australische Anti-Flüchtlingspolitik, die immer wieder als Vorbild für Europa ins Spiel gebracht wird. Angesichts der zunehmenden Kriminalisierung ziviler Seenotrettungsmissionen auf dem Mittelmeer fragen wir nach Parallelen und Unterschieden zwischen dem Geschehen auf dem Mittelmeer und vor der australischen Küste und diskutieren die Rolle internationaler Organisationen wie der IOM. Die Moderation übernimmt Gertraud Gauer-Süß vom Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz).

Der Film (55 Minuten) wurde in Westtimor (dem indonesischen Teil von Timor), Australien, Neuseeland, Deutschland und Großbritannien gedreht.

Die Interviews mit den Flüchtlingen mussten im Geheimen durchgeführt werden, nachdem dem Team der Zugang zum Gefangenenlager verweigert wurde.

Originalfassung mit englischen Untertiteln.

Wo der Himmel aufgeht

Esther Bejarano hat dank der Musik Auschwitz überleben können. Mit 92 Jahren verwirklicht die Sängerin einen Traum und gibt mit ihrem Sohn Joram und der Rap-Gruppe „Microphone Mafia“ Konzerte auf Kuba. Dort hört man mit Staunen ihre Lebensgeschichte, und Esther bekommt endlich Antwort auf die Frage, ob das revolutionäre Kuba den Antisemitismus beseitigt hat.

Der Film erzählt in einfühlsamen Bildern von einer Begegnung in Freundschaft. Mitreißende Konzertausschnitte machen die Begeisterung spürbar, die das kubanische Publikum einer einzigartigen Frau entgegenbringt, und ihrem Traum von einer Welt, deren Himmel für alle, die unter ihm leben, gleichermaßen aufgeht.

Dokumentarfilm Kuba/BRD 2018, 45 Minuten, Deutsch(+Spanisch mit deutschen Untertiteln), Idee, Regie und Produktion: Tobias Kriele, Fotografía/Kamera/Camera: Martin Broschwitz und Markus Rüth, Tonassistenz: Tom Klingenberg

Zur Protagonistin:

Esther Bejarano ist Überlebende des KZ Auschwitz. Sie teilt ihre Erfahrungen seit dieser Zeit mit und ist politisch aktiv gegen Aufrüstung, Krieg und Diskriminierung.

Zum Rahmenprogramm:

Der Filmemacher Tobias Kriele („Kraft der Schwachen“, „Zucker und Salz“) wird den Film vorstellen und steht im Anschluss zu Gesprächen und Diskussion bereit.

Möglichst freiwillig

Vor dem Hintergrundthema der Ausgrenzung von Roma erzählt die Fotojournalistin Allegra Schneider mit einem wechselndem Team von einer Familie, die die Bundesrepublik freiwillig verlassen musste. Im Zentrum des Films steht die generationenüberschattende Erfahrung des Gehen-Müssens und der Trennungen. Der Film zeigt eine Klasse mit ihrer Lehrerin, die das nicht akzeptieren und dem ehemaligen (Mit-)Schüler nachreisen.

Zijush ist 13 Jahre alt, als er Deutschland verlässt. Er muss mit den Eltern und seiner Schwester zurück in die mazedonische Hauptstadt Skopje. Seine Freunde und Freundinnen in Bremerhaven wollen das nicht akzeptieren. Weil Zijush in Mazedonien noch nicht wieder in die Schule geht, rufen sie ihn an – und holen ihn per Smartphone zurück in den Unterricht.

Der Film folgt Zijush nach Skopje. Begleitet seine Lehrerin, die ihren Schüler in der mazedonischen Hauptstadt besucht.

In Skopje wird Zijush angegriffen, weil er Roma ist. Hintergrund des Films ist die erzwungene Migration der Roma zwischen Nordwest- und Südosteuropa, das Ping-Pong mit Familien. Er zeigt die Erfahrung der Gehenden und auch diejenigen die verlassen werden.

D 2018 45 Min. Regie: Allegra Schneider D mit UT

Gast: Allegra Schneider

Webseite zum Film: http://dokuplus.org/

Eintritt frei – Spende willkommen.

Ich bin ein Elefant Madame

Das in Bremen gedrehte Spielfilmdebüt des Theaterregisseurs Peter Zadek erzählt vom Versuch der Primaner eines Bremer Gymnasiums, die autoritär strukturierte Schule umzukrempeln und zu demokratisieren. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Schüler Rull, der die herrschende Ordnung leidenschaftlich ablehnt. Immer wieder denkt er sich neue Aktionen aus, um seine Umwelt zu provozieren. Seine persönliche Protest-Bewegung gipfelt schließlich darin, ein Hakenkreuz an die Wand des Gymnasiums zu schmieren. Als ihm der Schulverweis droht, planen seine Mitschüler die Solidarisierung. Witzig und aufschlussreich!

D 1968 100 Min. Regie: Peter Zadek

Eintritt frei – Spende willkommen.

Cyberpeace statt Cyberwar

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Neuerdings reden alle von „Cyber“.
Von „Cyberwaffen“ von „Cyberangriffen“ und natürlich auch vom „Cyberwar“!
Aber wie würde ein sogenannter „Cyberwar“ eigentlich aussehen?
Und wollen wir wirklich, dass Geheimdienste und Militärs unsere Rechner, Telefone, Autos, Router und Kühlschränke in Waffen verwandeln?


Der Film oben ist eine Auftragsarbeit für den Fiff – fiff.de/ – „Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V.“

Durch die Digitalisierung der Gesellschaft sind IT-Systeme heute weit verbreitet. Das „Internet of Things“ durchzieht unser gesamtes Alltagsleben. Damit werden wir alle zum Angriffsziel: Computer und Mobiltelefone, aber auch Haustechnik, Automobile oder öffentliche Infrastruktur können durch Schadsoftware in Cyberwaffen verwandelt werden.

Sylvia Johnigk, Sprecherin der Cyberpeace-Kampagne und Vorstandsmitglied des FIfF, erläutert: „Cyberkriege werden durch Schadprogramme geführt, die Sicherheits-Schwachstellen in digitalen Systemen ausnutzen. Solche Schwachstellen sind in jedem System vorhanden oder werden durch den Angreifer selbst geschaffen. Bekannte Schwachstellen werden nicht beseitigt, sondern geheim gehalten und später für Angriffe ausgenutzt. Diese Praxis bedroht unsere gesamte Gesellschaft.“

Stefan Hügel, Vorsitzender des FIfF-Vorstands, ergänzt: „Auch deutsche Behörden sind an diesem Spiel beteiligt. Dem Militär und Geheimdiensten werden erhebliche Steuermittel zur Verfügung gestellt, um Schwachstellen auf dem Markt zu kaufen. Anstatt für die Sicherheit der Bevölkerung zu sorgen, indem diese Schwachstellen beseitigt werden, nutzt man sie für spätere Angriffe. Das ist unverantwortlich und gefährlich.“

Cyberwaffen können nicht kontrolliert werden, wenn sie erst einmal freigesetzt sind. Ihr Urheber kann nicht ermittelt werden; er bleibt im Anonymen. Letztlich kosten sie große Summen an Steuergeldern und schaden uns mehr als sie uns nutzen.

Das FIfF fordert, dass Cyberwaffen auf rein defensive Zwecke beschränkt bleiben. Sie dürfen weder hergestellt, noch gehandelt, noch für offensive Zwecke eingesetzt werden. Deutschland muss auf eine offensive Cyberstrategie verzichten, sich verpflichten, keine Cyberwaffen zu entwickeln und zu verwenden und internationale Abkommen zu einem weltweiten Bann von Cyberwaffen müssen angestrebt und gefördert werden. Mit seiner Kampagne Cyberpeace setzt sich das FIfF für diese Forderungen ein.

Quelle: https://www.fiff.de/kurzfilm-cyberpeace-statt-cyberwar

نحن هنا – Wir sind hier. Vorhang auf für Gaza

Nach den ersten israelischen Angriffen auf Gaza 2008/2009 schrieben 33 Teenager in Gaza ihre Erfahrungen und Erlebnisse während des Krieges nieder. Das Projekt, initiiert vom ASHTAR-Theater (Ramallah), mündete in ein Theaterstück mit dem Titel „Die Gaza Monologe“. Bis heute wurde es in über 80 Städten in 40 Ländern aufgeführt, auch im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York.

Da der Gazastreifen seit 2006 abgeriegelt ist, konnten die meisten dieser Aufführungen nicht von den Verfassern der Monologe aus Gaza selbst bestritten werden. Während diese in Gaza festsassen, sprang ein Ensemble des ASHTAR-Theaters aus Ramallah für sie ein.

Im Jahr 2016 – nach zwei weiteren Kriegen in Gaza (2012 und 2014) – erreicht die jungen Theaterleute in Gaza eine weitere und ganz besondere Einladung: Sie sollen ihre Monologe in Ramallah im Westjordanland aufführen, bei einem internationalen Jugendfestival. Für sie alle wäre es das allererste Mal, den anderen Teil ihres Heimatlandes besuchen zu dürfen, 1 ½ Stunden Fahrt von Gaza entfernt. Ein Traum würde wahr werden. Ob sie fahren dürfen oder nicht, hängt davon ab, ob die israelische Besatzungsbehörde ihnen dieses Mal eine Reisegenehmigung erteilt oder nicht.

Unser Film begleitet sieben beeindruckende junge Schauspielerinnen und Schauspieler während der Zeit des Wartens, des Probens, des Bangens und Hoffens. Und wir erfahren, was es bedeutet, als junger Mensch in Gaza zu leben, unter Besatzung, Abriegelung und mit drei Kriegen in fünf Jahren. Aber die jungen Menschen sprechen auch über die schönen Dinge in Gaza: über die Bedeutung von Theater und Kunst, über Freundschaft und über Liebe.

Deutschland / Palästina 2016 56 Min. Regie: Sabrina Dittus

Gäste: Sabrina Dittus, Anette Klasing

Eintritt frei – Spende willkommen.

Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem AK Nahost Bremen.

Hörkino: Utopien – eine andere Welt ist möglich

© Imago – Ikon Images

Radio – Feature von Inge Braun und Helmut Huber

In neoliberalen Zeiten scheinen kollektive Träume von einer anderen Gesellschaft keinen Platz mehr zu haben. Ein Radio-Feature über die Hoffnungen und Enttäuschungen politischer Utopien.

Ist uns die Fähigkeit abhandengekommen, „das Ganze sich vorzustellen als etwas, was völlig anders sein könnte?“ (Adorno). Oder ist „Das Prinzip Hoffnung“ (Bloch), „der Traum von einer schöneren Welt“, nicht etwa ein ewiger Antrieb menschlichen Handelns? Die Autoren werfen einen Blick auf die Hoffnungen und Enttäuschungen politischer Utopien.

Regie: Nikolai von Koslowski
Mit: Jule Böwe, Guntbert Warns, Anka Baier
Ton: Stephen Erickson
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2006
Länge: 54’29

Inge Braun lebt als Autorin in Berlin. Helmut Huber, mit dem sie viele Sendungen gemacht hat, starb 2016. Ihr gemeinsames Feature „Werd‘ ich mit Singen deutsch?“ (DKultur/NDR/RBB 2009) wurde mehrfach ausgezeichnet: Europäischer Civis Medienpreis, Deutscher Sozialpreis.

Eintritt frei – Spende willkommen.

Citizen Four

Im Januar 2013 erhält die Filmemacherin Laura Poitras verschlüsselte Emails von einem Unbekannten, der sich „Citizen Four“ nennt und Beweise für illegale verdeckte Massenüberwachungsprogramme der NSA und anderer Geheimdienste in Aussicht stellt. Im Juni 2013 fliegen Laura Poitras und der Journalist Glenn Greenwald nach Hongkong, um sich mit dem Unbekannten zu treffen. Es ist Edward Snowden.

Ein einmaliger Dokumentar-Thriller, in dem sich die dramatischen Ereignisse Minute für Minute direkt vor unseren Augen entfalten – die atemberaubend spannende Geschichte über den waghalsigen Schritt eines jungen Whistleblowers, eindringlich, unbequem und von großer politischer Sprengkraft.

Deutschland USA Großbritannien 2014 114 Min.

Eintritt frei – Spende willkommen.

Lamorisse – Doublefeature: Der weiße Hengst (1953) und Der rote Ballon (1956)

Zwei vielfach preisgekrönte (Kinder-) Filme des  Fotografen und Filmemachers, der 1970 bei der Produktion eines Dokumentarfilms im Iran ums Leben kam.

Der rote Ballon

Ein eigenwilliger roter Ballon folgt einem kleinen Jungen durch die Straßen von Paris.

Ohne viele Worte erzählt der Oscar-prämierte Kurzfilm aus dem Jahr 1956 die Geschichte einer besonderen Freundschaft. Ein roter Ballon, den der Junge Pascal an einem Laternenpfahl gebunden gefunden hat, folgt ihm auf Schritt und Tritt durch Paris. Gemeinsam gehen sie sogar zur Schule. Doch schon bald müssen die beiden Freunde vorsichtig sein: Die anderen Kinder sind neidisch geworden auf so einen tollen Ballon, lauern Pascal auf, umzingeln ihn und…

(Frankreich, 1956, Regie: Albert Lamorisse, 34 min)

Der weiße Hengst

In der Camargue, Frankreich, verbündet sich ein kleiner Junge mit einem weißhaarigen Pferd, das vor Ranchern entkommen ist.

Crin-Blanc ist der Leithengst einer Herde von wilden und freien Pferden, die in der einsamen Region von Camargue lebt. Er wird eines Tages von einem Viehzüchter eingefangen, der das Tier zähmen und ihm damit auch die Freiheit nehmen will. Doch weder dem Züchter noch seinen Gehilfen gelingt es, den Willen des stolzen weißen Hengstes zu brechen. Er wird freigelassen und gleichzeitig für vogelfrei erklärt. Das ruft den Fischerjungen Folco auf den Plan. Er setzt sich als Ziel, Crin-Blancs Vertrauen zu gewinnen und ihn selbst zu zähmen. Tatsächlich gelingt es dem kleinen Jungen, sich mit dem Pferd anzufreunden, sehr zum Verdruss des Viehzüchters, der seine Hirten auf den Hengst ansetzt. Daraufhin flüchtet Folco mit Crin-Blanc. Am Ende des Films reiten die beiden Freunde in’s Meer und verschwinden in den Wogen, auf der Suche nach einer besseren Welt, in der es nur Kinder und Pferde gibt.

F 1953 47 Min. Regie: Albert Lamorisse

Eintritt frei – Spende willkommen.

Milliarden für den Stillstand – Die Rolle der EU im Nahost-Konflikt

Kaum irgendwohin fließen (pro Kopf gerechnet) solch hohe Summen an Hilfsgeldern wie nach Palästina. Seit den Oslo-Abkommen von 1993 und 1995 sind es weit über 25 Milliarden US-Dollar.

Ihr Zweck: Unterstützung beim Aufbau eines unabhängigen demokratischen Staates Palästina, der Seite an Seite und in Frieden mit Israel existiert. Dieses Mantra wird seit 1993 in tausenden Dokumenten und Broschüren wiederholt.

Die EU ist der größte Geber für die Palästinensischen Gebiete. Doch die Bilanz nach 25 Jahren ist desaströs. Ein Staat Palästina ist ferner denn je, die Situation in den besetzten Gebieten in vielerlei Hinsicht wesentlich schlechter als vor Oslo: Die wirtschaftliche Situation ist prekär, ein Viertel der Bevölkerung lebt in Armut, die Arbeitslosigkeit im Westjordanland liegt bei 17%, im Gazastreifen gar bei 43%, die höchste weltweit. Nur 18% der Westbank stehen unter alleiniger palästinensischer Kontrolle.

Und die Menge an Wasser, die die Palästinenser in der Westbank aus eigenen Quellen fördern dürfen, ist nicht, wie im zweiten Oslo-Abkommen von 1995 vorgesehen, gestiegen, sondern gesunken. Trotz Milliarden an Gebergeldern, die in den Wassersektor geflossen sind. Deutschland ist der größte bilaterale Geber im Wassersektor.

Nach 22 Jahren internationaler Unterstützung ist die Besatzung nicht beendet, sondern verhärtet.

Der Film untersucht europäische Geberpolitik und Hifsprojekte in den besetzten Gebieten.

„Payer, no player“, Geldgeber, aber kein politischer Akteur, das ist mittlerweile ein geflügeltes Wort, wenn es um die Rolle der EU in Nah-Ost geht, auch innerhalb politischer Kreise.

„Setzt der europäischen Heuchelei ein Ende“, fordert der ehemalige Sonderbeauftragte für den Nahost-Friedensprozess, Miguel Moratinos.

Ansonsten haben wir die große Chance auf Frieden sehr bald verpasst.

Palästina, BRD / 2015 / 58 min / Sabrina Dittus / original mit dt. UT.

Anschließend Diskussion mit Sabrina Dittus.

Webseite: pepperlint.com

Eintritt frei – Spende willkommen.

Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem AK Nahost Bremen.

Gundermann

GUNDERMANN erzählt von einem Baggerfahrer, der Lieder schreibt. Der ein Poet ist, ein Clown und ein Idealist. Der träumt und hofft und liebt und kämpft. Ein Spitzel, der bespitzelt wird. Ein Weltverbesserer, der es nicht besser weiß. Ein Zerrissener. GUNDERMANN ist Liebes- und Musikfilm, Drama über Schuld und Verstrickung, eine Geschichte vom Verdrängen und Sich-Stellen. GUNDERMANN ist ein Film über Heimat. Er blickt noch einmal neu auf ein verschwundenes Land. Es ist nicht zu spät dafür. Es ist an der Zeit.

Mit feinem Gespür, Zärtlichkeit und Humor wirft Regisseur Andreas Dresen in GUNDERMANN einen Blick auf das Leben von Gerhard „Gundi“ Gundermann, einem der prägendsten Künstler der Nachwendezeit. Er starb 1998, mit gerade einmal 43 Jahren. Das Drehbuch stammt von Laila Stieler. Die Hauptrolle spielt Alexander Scheer, der alle Lieder im Film selbst eingesungen hat. Anna Unterberger steht als seine Frau Conny Gundermann vor der Kamera. In weiteren Rollen sind unter anderem Axel Prahl, Thorsten Merten, Bjarne Mädel, Milan Peschel, Kathrin Angerer und Peter Sodann zu sehen.

Webseite: https://www.gundermann-derfilm.de/

Eintritt frei – Spende willkommen.

Alphabet

Angst oder Liebe – wie wollen wir mit unseren Kindern umgehen?

Unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem wird durch krisenhafte Entwicklungen zunehmend in Frage gestellt und eine Antwort ist nicht in Sicht. Die politischen und wirtschaftlich Mächtigen wurden zum Großteil an den besten Schulen und Universitäten ausgebildet. Ihre Ratlosigkeit ist deutlich zu spüren und an die Stelle einer langfristigen Perspektive ist kurzatmiger Aktionismus getreten.

Mit erschreckender Deutlichkeit wird nun sichtbar, dass uns die Grenzen unseres Denkens von Kindheit an zu eng gesteckt wurden. Egal, welche Schule wir besucht haben, bewegen wir uns in Denkmustern, die aus der Frühzeit der Industrialisierung stammen, als es darum ging, die Menschen zu gut funktionierenden Rädchen einer arbeitsteiligen Produktionsgesellschaft auszubilden. Die Lehrinhalte haben sich seither stark verändert und die Schule ist auch kein Ort des autoritären Drills mehr. Doch die Fixierung auf normierte Standards beherrscht den Unterricht mehr denn je.

Denn neuerdings weht an den Schulen ein rauer Wind. „Leistung“ als Fetisch der Wettbewerbsgesellschaft ist weltweit zum unerbittlichen Maß aller Dinge geworden. Doch die einseitige Ausrichtung auf technokratische Lernziele und auf die fehlerfreie Wiedergabe isolierter Wissensinhalte lässt genau jene spielerische Kreativität verkümmern, die uns helfen könnte, ohne Angst vor dem Scheitern nach neuen Lösungen zu suchen.

Erwin Wagenhofer begreift das Thema „Bildung“ sehr viel umfassender und radikaler, als dies üblicherweise geschieht. Fast alle Bildungsdiskussionen sind darauf verkürzt, in einem von Konkurrenzdenken geprägten Umfeld jene Schulform zu propagieren, in der die Schüler die beste Performance erbringen. Wagenhofer hingegen begibt sich auf die Suche nach den Denkstrukturen, die dahinter stecken. Was wir lernen, prägt unseren Wissensvorrat, aber wie wir lernen, prägt unser Denken.

Nach WE FEED THE WORLD und LETS MAKE MONEY ist ALPHABET der abschließende Teil einer Trilogie, der die Themen der beiden vorherigen Filme nochmals aufgreift und wie in einem Brennglas bündelt.

ALPHABET ist Erwin Wagenhofers bisher radikalster Film.

Webseite: http://alphabet-film.com/

Eintritt frei – Spende willkommen.

Filmtitel- Rätsel: „Rettende Liste“

[aus Lizenzgründen dürfen wir den Originaltitel nicht nennen – aber wir haben ja ein schlaues Publikum 🙂 ]

1939: Mithilfe jüdischen Kapitals gelingt es dem cleveren Geschäftsmann Oskar Schindler (Liam Neeson), in Krakau eine enteignete Emailfabrik zu kaufen, die fortan Feldgeschirr für den sich anbahnenden Krieg herstellt. Um seinen Profit zu maximieren, setzt er äußerst preiswerte jüdische Arbeitskräfte aus dem Krakauer Getto ein, die ihm auf Grund der kriegswichtigen Güter, die seine Fabrik produziert, zugestanden werden. Schindler versteht es, zu repräsentieren und Geschäftskontakte zu knüpfen, ist aber in Verwaltungs- und Koordinationsaufgaben auf seinen versierten Buchhalter Itzhak Stern (Ben Kingsley) angewiesen. In Kooperation ihrer Talente entwickelt sich die Emailfabrik zu einem florierenden Unternehmen, welches immer mehr Arbeitskräfte benötigt. Stern, dem in Personalfragen freie Hand gelassen wird, nutzt dies um möglichst viele Juden, zumeist denen, die aufgrund ihrer akademischen oder künstlerischen Vergangenheit oder einer Behinderung für die Industriearbeit nicht in Frage kämen, einen Arbeitsplatz in der Fabrik zu verschaffen. 1943 werden die Überlebenden des Krakauer Gettos in das Arbeitslager Krakau- Plaszów überführt. Hier erlebt Schindler mit, wie die Insassen auf unmenschliche Art und Weise behandelt werden, wie Wachsoldaten willkürlich Menschen erschießen. Dann soll auch dieses Lager geschlossen und die noch lebenden Juden zur Liquidierung nach Auschwitz gebracht werden. Schindler jedoch setzt alles daran, dies zu verhindern. (Filmstarts.de)

Eintritt frei – Spende willkommen.

Konzernklagen: aus 5 Mio. werden 935 Mio.

(Ein Aufruf von „Mehr Demokratie e.V.„)

Liebe Leser,

wie scheinheilig: Die USA und Kanada hatten bei TTIP und CETA auf Konzernklagerechte in den Handelsverträgen bestanden. Nun haben sie selbst im Herbst 2018 ihr Handelsabkommen NAFTA miteinander neu verhandelt. Und siehe da:

Beide Länder verzichten in dem Abkommen auf die umstrittene Paralleljustiz für Konzerne.

Die Begründung: Die Androhung von Schiedsgerichtsklagen verhindere Gesetze im Interesse aller. Unsere Rede seit Jahren! In der EU stehen zahlreiche weitere Handels- und Investitionsschutzabkommen vor dem Inkrafttreten. Sie geben den Konzernen Zugang zu einer Paralleljustiz, um ihre Rechte durchzusetzen. Wir fordern, diese Privilegien zu beenden.

Deshalb starten wir heute mit dem Netzwerk Gerechter Welthandel die Kampagne „Menschenrechte schützen – Konzernklagen stoppen!“ – mit einer Aktion vor dem Bundestag in Berlin.

Investitionsschutz ist ein schönes Beispiel für eine gut gemeinte Idee, die in der Umsetzung nicht funktioniert. Der Ursprungsgedanke aus den 60er Jahren ist folgender: Ohne Auslandsinvestitionen gibt es weder globale Konzerne, noch globale Produktionsketten. Schiedsgerichte sollten Investitionen in Diktaturen, in denen es keine unabhängige Justiz gibt, gegen politische Willkür schützen.

Der erste Streitfall wurde erst 1987 registriert. In den 1990er Jahren nahmen die Verfahren zu und erst seit den 2000er Jahren gibt es viele Fälle.

Bis heute ist wissenschaftlich nicht eindeutig nachgewiesen, dass private Konzernklagerechte Investitionen nennenswert befördern.

Andererseits ist der Schaden, den diese undemokratische
Konzernjustiz anrichtet, immens:

Aus Angst vor Schadensersatzklagen findet sinnvolle Gesetzgebung gar nicht erst statt.

Auf der Pro-Seite steht also nichts oder bestenfalls wenig.

Beispiel 2018: Der französische Umweltminister wollte die Gewinnung von klimaschädlichen Kohlenwasserstoffen verbieten. Doch der Gesetzentwurf wurde abgeschwächt, nachdem der Ölkonzern Vermilion mit einer Klage vor einem privaten Schiedsgericht gedroht hatte.

Schiedsgerichte urteilen nicht auf der Basis der Gesetze, sondern auf der Basis von Handelsabkommen.

Beispiel 2011: Ecuador kündigte einen Ölfördervertrag mit Occidental Petroleum (Oxy). Der US-Konzern hatte die Lizenz weiterverkauft und damit gegen ecuadorianisches Recht verstoßen. Das private Schiedsgericht bestätigte dies. Dennoch gewann Oxy die Klage gegen die Vertragsauflösung vor dem privaten Schiedsgericht. Zusätzlich wurde Ecuador wegen „unfairer Behandlung“ verurteilt und zur bisher größten Schadenersatzzahlung von 2,4 Milliarden US-Dollar inklusive Zinseszinsen verdonnert. Das ist so viel wie die Hälfte der jährlichen Gesundheitsausgaben des kleinen Landes.1

Die Höhe der zugesprochenen Summen ist fast schon kriminell.

Beispiel 2012: Libyen muss der kuwaitischen Tourismusfirma Al Kharafi 935 Millionen US-Dollar Schadenersatz zahlen, weil die Baugenehmigung für ein Stück Land nahe Tripolis zurückgezogen wurde. Der direkte entstandene Schaden durch angefallene Kosten betrug lediglich fünf Millionen US-Dollar – es kam nie zu Bauarbeiten. Doch das Gericht sprach dem Investor zusätzlich 30 Millionen US-Dollar an „moralischem Schadenersatz“ zu sowie 900 Millionen US-Dollar an „entgangenen Gewinnen“.2

Das System selbst hat sich pervertiert.

In den letzten zehn Jahren hat sich eine regelrechte Klage-Industrie herausgebildet. Nur Konzerne haben Zugang zu diesem privaten globalen Justizsystem, Menschen nicht. Weltweit schützen über 3.400 Investitionsabkommen die Rechte von Konzernen. Sie können Regierungen vor internationalen Schiedsgerichten verklagen, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen. Umgekehrt gibt es diese Möglichkeit bei Menschenrechtsverletzungen nicht.Wir fordern: Konzern-Klagerechte abschaffen, stattdessen Unternehmenshaftung verbessern und Menschenrechte schützen.

Hier klicken und gegen unfaire Paralleljustiz unterschreiben!

Wir fordern die EU und ihre Mitgliedstaaten auf, diese Privilegien für Konzerne zu beenden. Wir fordern, dass sie sich aus Investitionsabkommen, die Konzernklagerechte enthalten, zurückziehen. Wir fordern, künftig keine Abkommen mit Konzernklagerechten mehr abzuschließen.

Herzliche Grüße

Roman Huber
Geschäftsführender Bundesvorstand „Mehr Demokratie e.V.“

Fußnoten:
1 PUBLIC CITIZEN: Occidental v. Ecuador Award Spotlights Perils of Investor-State System, Memorandum, Washington, 21. November 2012.
2 Link zur Quelle (PDF)

Der älteste Schüler der Welt

Erst als Maruge von seinem Freiheitskampf auf der Seite der Mau-Mau gegen die britischen Besatzer erzählt, nimmt Jane den alten Mann, gegen den Willen ihres Vorgesetzten, in ihre Klasse auf. Ab sofort drückt Maruge mit den Kindern die Schulbank. Aber immer wieder wird er im Alltag von seinen traumatischen Erinnerungen an seine Gefangenschaft, an Folter und Mord, heimgesucht.

Bald werden die überregionalen Medien auf Maruge aufmerksam und schließlich berichten die Nachrichten weltweit vom alten Mann in der Grundschule in Kenia, dem ältesten Schüler der Welt. Zwangsläufig erfährt auch der Schuldirektor von diesem „Skandal“. Maruge wird in eine Schule für Erwachsene in der Stadt versetzt. Weil er unter den unwilligen Teenagern aber nichts versteht, kehrt Maruge ins Dorf zurück und Jane macht ihn sogar zu ihrem Assistenten. Die Missgunst der anderen Dorfbewohner steigt. Jane bekommt Drohanrufe, und als eine Gruppe aus dem Dorf die Schule aufsucht, um Maruge mit Gewalt von den Kindern fernzuhalten, wird Jane zwangsversetzt. Maruge verkauft seine letzte Habe und fährt in die Hauptstadt Nairobi, um sich beim Ministerium für Bildung für die Rückversetzung von Jane einzusetzen.

Justin Chadwicks „Der älteste Schüler der Welt“, erzählt die wahre Geschichte des Kenianers Kimani Ng’ang’a Maruge (1920-2009). In den 50er Jahren kämpfte er als Mau-Mau-Widerstandskämpfer gegen die britische Kolonialmacht. Als die kenianische Regierung 2003 freie Schulbildung für alle verspricht, nimmt er diese beim Wort und erkämpft sich das Recht, mit 84 Jahren die Grundschule zu besuchen. Als ältester Schüler der Welt geht Maruge ins Guinnessbuch der Rekorde ein. 2005 wird Maruge von den Vereinten Nationen eingeladen und hält ein Plädoyer für freie Schulbildung.
Die Dreharbeiten waren außergewöhnlich, wie auch die schauspielerische Leistung der Kinder, die die eigentlichen Stars des Films sind. Ihr Enthusiasmus lässt sich in jeder Szene wiederentdecken. Viele von ihnen hatten noch nie im Leben ein Filmteam gesehen, und die Arbeit am Set war für sie eine völlig neue Erfahrung. Bei den Dreharbeiten ging Regisseur Justin Chadwick fast dokumentarisch vor, die Mehrzahl der Nebendarsteller sind Laien, die Schulkinder sind Kinder aus der Umgebung, die die Schulen besuchen, an denen der Film gedreht wurde. Die eigentliche Grundschullehrerin des Dorfes spielt im Film eine Marktverkäuferin und die alten Männer, die abends vor ihrer Hütte sitzen, sind genau die alten Männer die im Dorf jeden Abend vor ihrer Hütte saßen.

„Der älteste Schüler der Welt“ ist Justin Chadwicks („Die Schwester der Königin“ / „Bleak House“) zweiter Kinofilm, basierend auf einem Drehbuch von Ann Peacock („Die Chroniken von Narnia“). Der 1968 geborene britische Regisseur kam als Schauspieler zum Film. Er spielte in Kinofilmen sowie mehreren Serien und führte 1993 für den Fernsehfilm „Family Style“ mit Ewan McGregor zum ersten Mal Regie. Es folgte 1997 der Thriller „Sleeping with the Fishes“. Für das Fernsehen drehte Chadwick Episoden für „Byker Grove“ (1998), „The Bill“ (1999), „Helen West“ (2002), „MI-5“ (2002), „Red Cap“ (2004), „Murder Prevention“ (2004). Die Serie „Bleak House“, eine Charles-Dickens-Adaptation, bei der Chadwick auch Regie führte, wurde 2006 mit den BAFTA Television Awards ausgezeichnet. Sein Kinodebüt feierte Chadwick mit dem Historiendrama „Die Schwester der Königin“, mit Scarlett Johansson und Nathalie Portman in den Hauptrollen. Mit dem Film, der 2008 auf der Berlinale lief, wurde Justin Chadwick international als Regisseur bekannt. „Die Schwester der Königin“ wurde 2008 mit dem Bernard Wicki Preis und dem DGB Preis ausgezeichnet. Sein zweiter Spielfilm, „Der älteste Schüler der Welt“ lief auf diversen Festivals, in Deutschland war er der Gewinner beim Internationalen Filmfest Emden-Norderney. Beim Toronto Film Festival wurde der Film 2010 mit dem People’s Choice Award in der Kategorie „Best Narrative Feature“ ausgezeichnet.

Eintritt frei – Spende willkommen.

Accordeon

Das Quartierszentrum Huckelriede präsentiert den Film Accordeon des syrischen Filmemachers Nehad Hussein über die Schwierigkeiten nach der Flucht wieder Fuß zu fassen.

Selbst aus Syrien geflohen und dem Bildungsbürgertum seines Landes angehörend, erzählt Hussein die Geschichten eines Arztes, eines Apothekers, eines Schiffsingenieurs, eines Zahntechnikers, eines Malers, eines Violinisten und eines Spezialisten für Filmanimation.

Alle sind in der gleichen Situation: Sie sind Akademiker und Künstler und mussten ihre Heimat verlassen.

Aus einem guten, vermeintlich gesichertem Leben kommend, schämen sie sich dafür keine Arbeit zu finden und auf staatliche Unterstützung angewiesen zu sein.

Alle versuchen in diesem neuen Land wieder Fuß zu fassen.

Doch während der Maler seine Bilder auch in Deutschland malen kann und die deutsche Sprache dafür nicht beherrschen muss, haben es die anderen Protagonisten deutlich schwerer. Sie müssen möglichst gut Deutsch sprechen, um in ihren Berufen wieder Fuß zu fassen.

Hussein hat in Petersburg Film studiert, 1989 dort seinen Abschluss gemacht und danach in Syrien, Katar und anderen Ländern Beiträge für das Fernsehen gemacht.

Er arbeitete unter anderem für russische und chinesische Sender. In Deutschland gibt es kaum Arbeit für ihn. Accordeon produzierte er ohne jede Förderung.

Der Film wird in Originalsprache Arabisch, Kurdisch und Aramäisch mit deutschem Untertitel gezeigt.

Der Regisseur wird vor Ort sein. Der Eintritt ist frei!

Der marktgerechte Patient

In den deutschen Krankenhäusern stehe nicht mehr der Patient sondern das Geld im Mittelpunkt aller Gedanken, sagt der Oberarzt für Anästhesie Peter Hoffmann im Film. „Das Geld ist immer im Hintergrund aller Entscheidungen. Man tut etwas, um die Kosten zu reduzieren oder man tut etwas, um mehr Erlöse, mehr Einnahmen für das Krankenhaus zu generieren. Das Krankenhaus wird geführt wie eine Fabrik. Maximaler Output, minimaler Aufwand, schneller, und der Patient wird zum Werkstück, die Abläufe werden industriell strukturiert, der Patient wird vorne eingefüllt und kommt hinten raus, und zwar bitte ein bisschen schneller. Geht das nicht einen Tag schneller?“

Die Filmemacher sind nicht an der Zurschaustellung von Skandalen interessiert. Ihnen kommt es bei der Aufdeckung von Folgen vor allem auf die Ursachen  der unhaltbaren Zustände in den deutschen Krankenhäusern an. Nur so sind sie zu verändern! Deshalb nun der Film: „Der marktgerechte Patient

Auroville – ein Multimedia Themenabend

Auroville – schon mal gehört? In Indiens Bundesstaat Tamil Nadu, an der Küste zum indischen Ozean, liegt Auroville. Dort verfolgen etwa 2500 Einwohner aus über 40 Nationen seit 1968 ein soziales und spirituelles Projekt, das auch mit dieser Bestimmung in der indischen Verfassung seinen Platz hat. Auroville hat dieses Jahr sein 50jähriges Jubiläum gefeiert, eine Gelegenheit, zu sehen und zu diskutieren, welchen Beitrag dieser Ort dazu liefert.

The spider's web - Britain's second empire

The Spider’s Web: Britain’s Second Empire

The spider's web - Britain's second empireDer Dokumentarfilm „The Spider’s Web: Britain’s Second Empire“ von Michael Oswald (2017) zeigt, wie sich Großbritannien von einer Kolonialmacht zu einer globalen Finanzmacht entwickelt, die Steuervermeidung und Geldwäsche in vielerlei Hinsicht ermöglicht – und was das für Auswirkungen auf den Rest der Welt hat.

Link zur Film – Webseite

Kinofilm über blaue Wesen und den Aufbruch nach …

Wir zeigen den erfolgreichsten Kinofilm aller Zeiten, in dem blaue Wesen ihren Wald mutig gegen die extraktivistische Gier des kapitalistischen Systems verteidigen. 2009 in den Kinos ist er 2018 aktuell wie nie, dem Jahr der Massenbewegung für den Erhalt des Hambacher Waldes. Doch dieser Kampf ist leider noch nicht gewonnen. Bei Popcorn und gemütlicher Atmosphäre sammeln wir neue Kraft für unseren Weg in eine zukunftsfähige Gesellschaft. Den genauen Titel dürfen wir aus Lizenzgründen vorab leider nicht verraten.

Spendenempfehlung 4 Euro + X → das X geht an den Widerstand im Hambacher Forst

Faktencheck: Tomorrow (9.11.2018)

Bitte die „Frage“ anklicken!

Wo kann man mehr über die in dem Film beschriebenen Projekte erfahren?
Hier gibt es Informationen zu Film und Projekten als Download: Tomorrow Begleitmaterial
Wo gibt es mehr über die Entstehung des Films zu lesen?
Hier gibt es Informationen zum Film als Download: Tomorrow Presseheft
Was hat es mit der Schweiz eine weit verbreiteten Parallel-Währung 'WIR' auf sich?
Dazu gibt es bei Wikipedia einiges zu finden: WIR Bank

Tomorrow – die Welt ist voller Lösungen

Was, wenn es die Formel gäbe, die Welt zu retten? Was, wenn jeder von uns dazu beitragen könnte?

Als die Schauspielerin Mélanie Laurent (Inglourious Basterds, Beginners) und der französische Aktivist Cyril Dion in der Zeitschrift „Nature“ eine Studie lesen, die den wahrscheinlichen Zusammenbruch unserer Zivilisation in den nächsten 40 Jahren voraussagt, wollen sie sich mit diesem Horror-Szenario nicht abfinden. Schnell ist ihnen jedoch klar, dass die bestehenden Ansätze nicht ausreichen, um einen breiten Teil der Bevölkerung zu inspirieren und zum Handeln zu bewegen.

Also machen sich die beiden auf den Weg. Sie sprechen mit Experten und besuchen weltweit Projekte und Initiativen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen. Was sie finden, sind Antworten auf die dringendsten Fragen unserer Zeit. Und die Gewissheit, dass es eine andere Geschichte für unsere Zukunft geben kann.

System Error

Es ist verrückt: Wir sehen die schwindenden Regenwälder und Gletscher, wissen um die Endlichkeit der Natur und sind dennoch wie besessen vom Wirtschaftswachstum. Warum treiben wir das Wachstum immer weiter, obwohl wir wissen, dass man auf unserem endlichen Planeten nicht unendlich wachsen kann?

System Error sucht Antworten auf diesen großen Widerspruch unserer Zeit und macht begreifbar, warum trotzdem alles so weiter geht wie gehabt. Der Film zeigt die Welt aus der Perspektive von Menschen, die von den Möglichkeiten des Kapitalismus fasziniert sind. Ob europäische Finanzstrategen, amerikanische Hedgefondsmanager oder brasilianische Fleischproduzenten: Eine Welt ohne eine expandierende Wirtschaft können, dürfen oder wollen sie sich gar nicht erst vorstellen.

System Error beleuchtet bisher häufig verborgen gebliebene Zusammenhänge und legt die selbstzerstörerischen Zwänge des Systems offen – einem System, an dem wir alle teilhaben, als Beschäftigte, Anleger oder Konsumenten. Denn der Kapitalismus durchdringt unaufhörlich immer mehr Lebensbereiche, verschlingt die Natur und gräbt sich am Ende selbst das Wasser ab – so wie es Karl Marx schon vor 150 Jahren prophezeit hat.

Die Frage ist: Sind wir tatsächlich bereit für den Kapitalismus alles zu opfern?

96min. Dokumentarfilm von Florian Opitz. 2018.

Hamburger Gitter

170 Ermittler arbeiten an hunderten Verfahren gegen militante Demonstranten und Menschen, die sich an Ausschreitungen und Plünderungen beteiligten. Harte Strafen wurden gefordert und in bisher über 40 Fällen auch verhängt. Der Staat verlor im Sommer 2017 die Kontrolle in Hamburg und versucht sie nun zurück zu gewinnen.

Die Dokumentation konzentriert sich auf den Umgang mit den Protesten und die staatliche Sicherheitspolitik. Versammlungsfreiheit, Bewegungsfreiheit und Pressefreiheit spielen in den Betrachtungen eine ebenso große Rolle wie die Veränderung der polizeilichen Strategien. Konnten während der Proteste Grundrechte außer Kraft gesetzt werden? Gibt es in der Judikative und Legislative Akteure und Überzeugungen, welche auf gewaltsame Proteste anders reagieren als in der Vergangenheit? Welche Methoden der „Ausnahmesituation G20″ in Hamburg könnten zur Normalität werden?

Dem sind wir nachgegangen, indem wir die relevanten Geschehnisse nachzeichneten, mit Betroffenen auf beiden Seiten sprachen und Experten zu Protestgeschichte, Grundrechten, Sicherheitspolitik und der politischen Gesamtsituation befragten.

80min. Dokumentarfilm von leftvision. 2018.

The green lie – Die grüne Lüge

Umweltschonende Elektroautos, nachhaltig produzierte Lebensmittel, faire Produktion: Hurra! Wenn wir den Konzernen Glauben schenken, können wir mit Kaufentscheidungen die Welt retten. Aber das ist eine populäre und gefährliche Lüge. Gemeinsam mit der Greenwashing-Expertin Kathrin Hartmann zeigt Werner Boote („Plastic Planet“, „Alles unter Kontrolle“) in seinem neuen Dokumentarfilm, wie wir uns dagegen wehren können.

97min. Dokumentarfilm von Werner Boote. 2018.

Embrace

Medien, Werbung und Gesellschaft geben ein Körperbild vor, nach dem wir uns selbst und andere immer wieder bewerten und verurteilen. Die australische Fotografin und dreifache Mutter Taryn Brumfitt wollte das nicht mehr hinnehmen. Sie postete ein ungewöhnliches Vorher/Nachher-Foto ihres fast nackten Körpers auf Facebook und löste damit einen Begeisterungssturm aus. Durch ihren Post, der über 100 Millionen Mal in den sozialen Netzwerken angesehen wurde, rückte sie das Thema Body Image in den Fokus der Weltöffentlichkeit. Gleichzeitig befreite sie sich selbst von dem ungesunden Streben nach dem „perfekten“ Körper. Mit ihrem Dokumentarfilm möchte Brumfitt allen, die unter den vermeintlichen Schönheitsidealen leiden, einen Gegenentwurf vorstellen: Embrace! (Englisch für „umarme“!)

Taryn Brumfitt begibt sich auf eine Reise um den Globus, um herauszufinden, warum so viele Frauen ihren Körper nicht so mögen, wie er ist. Sie trifft auf Frauen, die ihre ganz eigenen Erfahrungen mit Bodyshaming und Körperwahrnehmung haben. Der Film inspiriert und verändert die Denkweise über uns und unsere Körper. Taryns Botschaft lautet: Liebe deinen Körper wie er ist, er ist der einzige, den Du hast! Zu den Protagonisten des Films zählt auch Nora Tschirner, die zugleich als Executive Producerin Embrace mitproduziert hat.

83min. Dokumentarfilm von Taryn Brumfitt. 2017.

Lesung mit Dietmar Dath

Dietmar Dath liest aus seinem neuen Buch: Der Schnitt durch die Sonne.“

Die Zukunft in Flammen – der Roman einer großen politischen Feuerprobe für die Menschheit unserer Epoche. Überall ist Politik. Sechs Menschen werden zusammengerufen, um zur Sonne zu reisen: eine Schülerin, ein Koch, ein Finanzberater, eine Mathematikerin, ein Gitarrist und eine Pianistin. Sie erfahren, dass es dort eine Zivilisation gibt, die anders ist als alles, was Menschen kennen. Mit neuen Körpern sollen sie drei große Aufgaben bewältigen und geraten dabei zwischen die Fronten eines gewaltigen Konflikts.

Der Schnitt durch die Sonne steht in der Tradition von H.G. Wells, Stanisław Lem und Arno Schmidt. Ein abenteuerlicher, philosophischer und politischer Roman, der sich den drängenden Fragen unserer Gegenwart stellt.

Coffee Konzert + Utopia-Party

Party im Rahmen des Utopia Film Festivals. Zu Beginn spielt die Bremer Reggae-Band Coffee live. Danach wird musikalisch tanzbar!

Jean Ziegler

Jean Ziegler – Der Optimismus des Willens

Jean ZieglerDer Film ist ein Porträt des weltweit bekannten Globalisierungskritikers und Menschenrechtlers.
Anfang der sechziger Jahre begegnet der junge Jean Ziegler dem damals schon legendären Che Guevara bei einer internationalen Konferenz in Genf. Er ist begeistert und will mit ihm aufbrechen, um die Welt zu verändern. Doch Che Guevara überzeugt ihn, in Europa zu bleiben, um hier gegen den „Kopf des kapitalistischen Monsters“ zu kämpfen.

Seither kennt er als Schriftsteller, Professor, Abgeordneter im Schweizer Parlament und Mitarbeiter der UNO keine Ruhe, um in Büchern und Vorträgen die Macht der Manager des Finanzkapitals und deren Verantwortung für den Hunger in der Welt anzuprangern.

Bis heute kämpft der 82-jährige Jean Ziegler für eine gerechtere Welt. Treu dem Versprechen, das er einst Che Guevara gegeben hatte. 2015 ist er einer der Hauptredner bei der Münchner Großdemonstration gegen den G7-Gipfel auf Schloss Elmau. Doch als er schließlich selbst nach Kuba reist, trifft er die karibische Insel im Wandel an und sieht plötzlich all seine Ideen in Frage gestellt. Ob Ziegler in seinen Bestrebungen letztlich erfolgreich sein wird? Oder wird doch das „kapitalistische Monster“, wie Guevara zu sagen pflegte, die Oberhand behalten?

Schweiz 2016 / 92 min / Nicolas Wadimoff / original mit dt. UT.

Wir zeigen den Film in Kooperation mit dem Utopia Filmfestival 2018.

Trailer

Cry Me A River

Cry Me A River ist ein Solo über innere und äußere Klimakatastrophen. Aus der Vielzahl an Stimmen, Meinungen, Diskussionen und Rhetoriken zum Thema Klimawandel baut sich Anna Mendelssohn einen assoziativ konstruierten Monolog, in dem sich Stimmen von Politikern, Wissenschaftlern, Chirurgen, Aktivisten, Dichtern und Tiefenökologen mit ihren persönlichen Reflexionen verweben. Sie weint. Und tanzt zwischendurch. Da die Thematik stark von Angst, Wut, Verzweiflung, Hoffnung und Trauer geprägt ist, werden diese Emotionen wenn nötig mittels Bio-Engineering chemisch reproduziert. Was haben meine Tränen mit jenen der Gletscher gemeinsam?
Cry Me A River bewegt sich auf dünnem Eis zwischen inneren und äußeren Welten, zwischen dem Persönlichen und dem Politischen.

Wildes Herz

Ein kleines Dorf in den Weiten Mecklenburgs. Geprägt vom politischen Wandel der letzten Jahrzehnte ist hier eine Band entstanden, die etwas zu sagen hat und das sehr laut. Feine Sahne Fischfilet um Jan „Monchi“ Gorkow ist heute eine der erfolgreichsten Punkbands in Deutschland und in den Augen des Staates „Vorpommerns gefährlichste Band“. Sie sorgt dafür, dass die Wüste weiterlebt und Mecklenburg noch nicht komplett im Arsch ist. Mit funkelnder Radikalität und dem Finger stehts am Verbalabzug stellen sich Monchi, Olaf, Christoph, Kai, Köbi und Max gegen Nazis, Leerstand und Wendeverliererfrust. Bleiben oder Gehen, das ist für sie die wesentliche Frage. Ihre Musik ist wie der Berserker unter den deutschen Bands, voller Aufruhr und so kompromisslos wie Poesie nur sein kann. Ihnen gelingen rasante Hymnen voller Kraft: Lautstark, lebenshungrig und lustvoll singen sie von der Lücke im System, die ihre Heimat ist.

In der mecklenburgischen Idylle ist Jan Gorkow in den neunziger Jahren direkt in die gesellschaftliche Leere hineingewachsen, die sich dort immer breiter machte. Der Schauspieler und gebürtige Mecklenburger Charly Hübner erzählt die Geschichte dieses jungen und wilden Lebens zwischen stürmischem Punk-Furor und energischem Lokalpatriotismus, zwischen Rock am Ring und wellenschlagender Wahlkampftour. Wildes Herz ist das so intime wie mitreißende Porträt eines jungen Musikers geworden, der sich mit großem Herzen und noch größerer Klappe gegen den Rechtsruck stemmt und dabei von nichts aufzuhalten ist. Regisseur Charly Hübner begibt sich auf eine sehr ehrliche und humorvolle Reise mitten ins wild schlagende Herz einer aufgewühlten Region zwischen Verlierern und Gewinnern, zwischen Rückschlägen und tanzenden Triumphen.

90min. Dokumentarfilm von Charly Hübner und Sebastian Sebastian Schultz. 2018.

Sand im Getriebe

Im Tagebau Hambach im Rheinland baut der Energiekonzern RWE seit über einhundert Jahren Braunkohle ab. Rund vierzig Millionen Tonnen holen die größten Bagger der Welt jedes Jahr aus der Erde. Zurück bleibt eine vierhundert Meter tiefe Grube. Das größte von Menschenhand gemachte Loch in Europa.

Die Bagger verschlingen Wiesen und Wälder – zweihundert Meter Landschaft verschwinden jedes Jahr in der Grube. Auch den Hambacher Forst wird es bald nicht mehr geben. Im Winter rückt RWE mit schwerem Gerät in den jahrhundertealten Wald ein. Baum für Baum. Meter um Meter wird der Wald kleiner.

Um das Abholzen zu verhindern, haben Umweltaktivisten den Hambacher Forst besetzt.
Doch der Grundbesitzer RWE will den Wald räumen lassen. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen mit Polizei und RWE-Sicherheitsdienst.

Die jungen Umweltschützer leben in selbstgebauten Baumhäusern. Im Sommer wie Winter. Hazel ist seit 2013 dabei. Zwei Jahre lang haben wir sie mit unserer Kamera begleitet. In 22 Metern Höhe wohnt Hazel in der Krone einer dreihundert Jahre alten
Stiel-Eiche. Ihrem „Nest“. Doch wo heute noch ihr Baumhaus steht, soll schon in wenigen Jahren Braunkohle abgebaut werden.

31min. Dokumentarfilm von Florian Manz und Sebastian Heideberger. 2018.

Eldorado

„Das einzige, was uns am Ende bleibt, sind Erinnerungen, die auf Liebe basieren.“

Es ist eine solche Erinnerung, die den preisgekrönten Regisseur Markus Imhoof sein Leben lang be­gleitet hat: Es ist Winter, die Schweiz ist das neutrale Land inmitten des Zweiten Weltkriegs und Mar­kus Imhoofs Mutter wählt am Güterbahnhof ein italienisches Flüchtlingskind aus, um es aufzupäp­peln. Das Mädchen heißt Giovanna – und verändert den Blick, mit dem der kleine Markus die Welt sieht.

70 Jahre später kommen wieder Fremde nach Europa. Markus Imhoof hat Giovanna nie vergessen, hat ihre Spuren verfolgt und in ihrem Land gelebt. Nun geht er an Bord eines Schiffes der italienischen Marine, es ist die Operation „Mare Nostrum“, in deren Verlauf mehr als 100.000 Menschen aus dem Mittelmeer gezogen werden. Mit den Augen des Kindes, das er damals war, spürt er den Fragen nach, die ihn seit jeher umtreiben.

Markus Imhoof erzählt nach seinem herausragenden und u.a. mit dem Deutschen Filmpreis ausge­zeichneten Kinoerfolg „More than Honey“ erneut eine sehr persönliche Geschichte, um ein globales Phänomen erfahrbar zu machen. Seine Fragen nach Menschlichkeit und gesellschaftlicher Verant­wortung in der heutigen Welt führen ihn zurück zu den Erlebnissen seiner Kindheit und seiner ersten Liebe.

93min. Dokumentarfilm von Markus Imhoof. 2018

Death by Design – Das dreckige Geheimnis unserer digitalen Sucht

Konsumenten lieben – und leben für – ihre Smartphones, Tablets und Laptops. Eine Welle von neuen Geräten überflutet ununterbrochen den Markt und alle versprechen eine noch bessere Kommunikation, pausenlose Unterhaltung und sofortige Information. Die Zahlen sind gewaltig: Bis 2020 werden vier Milliarden Menschen einen Privatcomputer besitzen, fünf Milliarden ein Handy. Death by Design – Das dreckige Geheimnis unserer digitalen Sucht weiterlesen

Zeit für Stille

Zeit für Stille erforscht auf meditative Weise unsere Beziehung zu Stille, Geräuschen und dem Einfluss von Lärm auf unser Leben. Der Film nimmt uns mit auf eine faszinierende filmische Reise um die Welt: Von einer traditionellen Teezeremonie in Kyoto auf die Straßen der lautesten Stadt der Welt, Mumbai, während der wilden Festzeit. Der Film regt dazu an, Stille zu erfahren und die Wunder unserer Welt wahrzunehmen.

81min. Dokumentarfilm von Patrick Shen. 2016.

Zeit für Utopien

Eine inspirierende filmische Entdeckungsreise zu den Einsteigern in eine neue Gesellschaft.

Nachhaltigkeit ist das Schlagwort unserer Zeit. Wenn man das Wort ernst nimmt, steht es für Umdenken und Handeln – weg von der Geiz-ist-geil-Mentalität, weg von der Wegwerfgesellschaft und der Profitmaximierung. Zwar sind Veränderungen auch im Kleinen möglich, doch oft scheitert es daran, Nachhaltigkeit im Alltag umzusetzen. Zeit für Utopien zeigt lebensbejahende, positive Beispiele, wie man mit Ideen, und Gemeinschaftssinn viel erreichen kann.
So können 1,5 Millionen Menschen ausschließlich mit regionaler, frischer Biokost versorgt werden und urbanes Wohnen ist mit einem Bruchteil jener Energiemenge möglich, wie sie derzeit durchschnittlich pro Kopf verbraucht wird. Ein Smartphone kann auch fair produziert werden und eine ehemals dem Großkonzern Unilever-Konzern gehörende Teefabrik funktioniert nun sehr gut in Selbstverwaltung.

96min. Dokumentarfilm von Kurt Langbein. 2018.

Berlin Rebel High School

Berlin Rebel Highschool

Berlin Rebel High SchoolSchon seit einiger Zeit klingeln in Deutschland alle Alarmglocken, wenn es um das hiesige Bildungs- und Schulsystem geht. Vielerorts sind Eltern und Schüler frustriert und die Lehrer nur noch erschöpft. Doch in einem Berliner Hinterhof befindet sich schon seit 40 Jahren eine kleine Utopie, die sich erfolgreich gegen das vorherrschende System behauptet: Eine Schule ohne Rektor, Noten und Klassensprecher.

Stattdessen wird sie von den Schülern selbst verwaltet, die auch ihre Lehrer aus eigener Tasche bezahlen. Der Stundenplan? Über den wird ganz einfach demokratisch abgestimmt. Der Film begleitet vier junge Menschen, die aus den verschiedensten Teilen Deutschlands kommen und mehrfache Schulabbrecher sind… und die an einem Ort ohne Mobbing und überhöhten Leistungsdruck endlich das Abitur schaffen wollen.

BRD / 2016 / 97 min / Alexander Kleider / dt.

Gäste:

Eine ehemalige Lehrerin an der „Berlin Rebel High School“ wird für Fragen zur Verfügung stehen – sie hat 10 Jahre dort gearbeitet – und es wird auch eine ehemalige Schülerin kommen, die 5 Jahre auf der Schule war.

Mehr Informationen:

Webseite zum Film

Trailer:

From the Heart of the World – The Elder Brother‘s Warning

One of the best films of 1992 is a warning by a South American Indian tribe that people give up their self-destructive ways and honor the planet before it is too late.

After four centuries of seclusion, the Kogi, descendants of a pre-Colombian civilization, asked BBC filmmaker Alan Ereira to visit their homeland in the Sierra Nevada mountains of northern Colombia. From the Heart of the World: The Elder Brothers’ Warning delivers their prophetic message to the world.

Seeing themselves as guardians of life on earth, the Kogi have a spiritual understanding of the bond between humankind and the natural world. This bond, they insist, must be honored.

The Kogi are governed by priests called “mamas.” As children, the mamas were educated in the dark and this early sensory deprivation has made them finely attuned to the mysteries and pleasures of their mountain environment. The Elder Brothers, as they call themselves, are convinced that we, the Younger Brothers, have wounded the earth through industrial exploitation, mining, and clearing of forests. They have seen signs of an ecological crisis in changing bird migrations and the lack of snow in the highest regions of the Sierra Nevada. The Kogis warn that unless we change our ways, the world will end: “If we act well, the world can go on.”

There have been many articulate calls for citizens of this planet to live in harmony with the natural world. But this video stands out as an especially cogent and moving plea for ecological wisdom. (Text: Frederic and Mary Ann Brussat)

Faktencheck: Le Havre (5.10.2018)

Bitte die „Frage“ anklicken!

Ich möchte mehr über Vormundschaft und Mentoren für unbegleitete junge Geflüchtete wissen - könnt ihr da helfen?

Aber gerne: auf der Webseite von Fluchtraum Bremen e.V. findet man viele Informationen dazu. Telefonisch ist der Verein unter der Rufnummer (0421) 83 56 153 zu erreichen, oder per Mail unter info@fluchtraum-bremen.de

Eine Ähnliche Arbeit macht das Projekt „ProCuraKids“ des DRK. Die Webseite dazu finden sie hier.

Ich will mich engagieren - was tun? Hier ein paar Tipps: (anklicken)
  • Schließe dich einer Nicht-Regierungs-Organisation (NGO) an, die deinen Interessen am ehesten entspricht (z.B. attac, campact, Mehr Demokratie, Greenpeace, Brot für die Welt etc.) und / oder spende einen kleinen Betrag.
  • Informiere Dich über aktuelle Themen bei der Organisation / NGO auf deren Internetseite Informiere Freunde und Bekannte über diese Veranstaltung, die Inhalte und Dein Engagement
  • Arbeite in Arbeitsgruppen von attac mit (am jeweils am ersten Montag des Monats treffen sich die Arbeitsgruppen zum Plenum in der Villa Ichon um 19:30 Uhr – eine Gelegenheit zum Kennenlernen.)
  • Konsumentenmacht: Nichts von verantwortungslosen Firmen kaufen (z.B. kein Wasser von Nestlé und nichts bei amazon bestellen), Bücher lokal kaufen – auch beim Buchhändler meines Vertrauens kann ich häufig online bestellen
  • Per Aufkleber protestieren
  • Konto kündigen und zu einer verantwortungsvollen Bank wechseln
  • Datensammelwütige Firmen über selbstauskunft.net zur Zusendung der eigenen Daten auffordern
  • Das T-Shirt als politisches Statement
  • Leserbriefe schreiben
  • Im Freundeskreis Dinge tauschen, leihen oder gemeinsam nutzen

Le Havre

Le Havre

Le HavreEin Spielfilm, der mit der Magie der Farben spielt, zeigt den Weg eines afrikanischen Geflüchteten nach England, der vorläufig in der französischen Hafenstadt Le Havre endet. Guter Wille und eine abenteuerliche Beharrlichkeit, die vielleicht das Einzige ist, was die Protagonisten im Überschuss besitzen, machen den Film zu einem verzaubernden Märchen.
Der Spielfilm, gehalten in der Magie der Farben der 60er Jahre, ist eine gelungene Auseinandersetzung mit der aktuellen Flüchtlingssituation ohne die bekannte Betroffenheitsrhetorik. Mit nichts in den Händen als simpler Menschenliebe stemmen sich die Protagonisten gegen die brutalen Effekte einer wirtschaftlich- und sozialdarwinistischen Weltordnung.

Als Gast wird Katharina Mild von Fluchtraum e.V. für Fragen zur Verfügung stehen und über die Arbeit ehrenamtlicher MentorInnen und Vormunde berichten.

Frankreich / 2011 / 93 min / Aki Kaurismäki

Trailer

Faktencheck: Democracy – Im Rausch der Daten (28.9.2018)

Bitte die „Frage“ anklicken!

Wo finde ich Tipps, wie ich meinen persönlichen Datenschutz verbessern kann?

Zum Beispiel bei „Digitalcourage e.V.“ – hier gibt es Infos zur ‚digitalen Selbstverteidigung‘ genauso wie zu rechtlichen und politischen Hintergründen.

Ich will mit meinen Freunden chatten - bis jetzt mache ich das mit Whatsapp. Gibt es Alternativen, wenn ich mich nicht mehr der Datenkrake ausliefern will?
  • Weit verbreitet und immerhin ‚Opensource‘ ist Telegram. Telegram bietet fast die gleichen Funktionen wie Whatsapp.
  • Noch sicherer, aber nicht so weit verbreitet ist Signal. Signal hat den Vorteil, dass, wenn das Gegenüber nicht Signal benutzt, automatisch eine SMS geschickt wird. Man kann also praktisch jeden erreichen.
Ich möchte gerne mehr über das Thema 'Warum uns Konzerne aushorchen' wissen - wo finde ich dazu etwas?

Zum Beispiel im Buch ‚Die Daten, die rief‚ von Katharina Nocun

Ich will mich engagieren - was tun? Hier ein paar Tipps: (anklicken)
  • Schließe dich einer Nicht-Regierungs-Organisation (NGO) an, die deinen Interessen am ehesten entspricht (z.B. attac, campact, Mehr Demokratie, Greenpeace, Brot für die Welt etc.) und / oder spende einen kleinen Betrag.
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  • Arbeite in Arbeitsgruppen von attac mit (am jeweils am ersten Montag des Monats treffen sich die Arbeitsgruppen zum Plenum in der Villa Ichon um 19:30 Uhr – eine Gelegenheit zum Kennenlernen.)
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Democracy – Im Rausch der Daten

Mit DEMOCRACY – IM RAUSCH DER DATEN eröffnet uns Regisseur David Bernet einen erstaunlichen Einblick in den Gesetzgebungsprozess auf EU-Ebene. Eine fesselnde und hochbrisante Geschichte über eine Handvoll Politiker, die versucht, die Gesellschaft in der digitalen Welt vor den Gefahren von Big Data und Massenüberwachung zu schützen. Jan Philipp Albrecht und Viviane Reding versuchen das vermeintlich Unmögliche und stellen sich einem harten, fast undurchdringlichen politischen Machtapparat, in dem Intrigen, Erfolg und Scheitern so nahe beieinanderliegen. Zweieinhalb Jahre hat David Bernet den Gesetzgebungsprozess begleitet und zu einem erstaunlichen Dokumentarfilm verdichtet, der die komplexe Mächte-Architektur sowie den Zustand der heutigen Demokratie mit Spannung und Sinnlichkeit erlebbar macht.

Gäste:

Agnes Graf (IT Sicherheitslösungen) und Justus Holzberger sowie Heiko Richardt (Digitalcourage).

Das Gegenteil von Grau

Brachflächen, Leerstand, Anonymität, Stillstand – nicht alle zwischen Dortmund und Duisburg wollen sich damit abfinden. Im Gegenteil. Immer mehr Menschen entdecken Möglichkeiten und greifen in den städtischen Alltag ein. Ein Wohnzimmer mitten auf der Straße, Nachbarschaft, Gemeinschaftsgärten. Stadtteilläden, Repair Cafés und Mieter*inneninitiativen entstehen in den Nischen der Städte – unabhängig, selbstbestimmt und gemeinsam.

Das Gegenteil von Grau zeigt unterschiedliche Gruppen, die praktische Utopien und Freiräume leben und für ein solidarisches und ökologisches Miteinander im urbanen Raum kämpfen.

Ein Dokumentarfilm von
Matthias Coers und Recht auf Stadt Ruhr

D 2017 | 90 min. | deutsch / OmeU | FSK ab 0 freigegeben

Kein Eintritt, Spenden erwünscht – Bitte Decken und Sitzunterlagen mitbringen.
Getränkeverkauf vor Ort.

Film-Webseite mit mehr Infos: http://gegenteilgrau.de

Credits
Regie | Matthias Coers
Buch | Mila Ellee, Leonie Herrmann, Martin Krämer, Dennis Glückner
Kamera | Matthias Coers
Schnitt und Ton | Grischa Dallmer
Musik | Guts Pie Earshot, Früchte des Zorns, World Beat Club, Strings Intemporal, Kostja Picunda Cello Front, AMK, Die Freedes, Revolte Springen, Alec Troniq and Gabriel Vitel, TinTin Patrone, Skyzo Maniak, C-Doc, Latché Swing, Cheese N Pot-C, Gosprom

Faktencheck: Bottled life / Nestlé / Privatisierung (14.9.2018)

Bitte die „Frage“ anklicken!

Ich möchte für meinen nächsten Einkauf gerne wissen, was alles von Nestlé stammt - könnt ihr da helfen?

Aber gerne: eine Liste mit Nestlé – Marken gibt es hier: Download Nestlé Marken (pdf, 350kB)

Werden demnächst unsere Wasserwerke, Schulen und Straßen privatisiert?
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Bottled life (Plakat)

Bottled Life – Die Wahrheit über Nestlés Geschäfte mit dem Wasser

Bottled life (Plakat)Wie verwandelt man Wasser in Geld? Es gibt eine Firma, die das Rezept genau kennt: Nestlé. Dieser Konzern dominiert den globalen Handel mit abgepacktem Trinkwasser.

Der Schweizer Journalist Res Gehriger macht sich auf, einen Blick hinter die Kulissen des Milliardengeschäfts zu werfen. Nestlé blockt ab. Es sei der falsche Film zur falschen Zeit, heisst es in der Konzernzentrale. Doch der Journalist lässt sich nicht abwimmeln. Er bricht auf zu einer Entdeckungsreise, recherchiert in den USA, in Nigeria und in Pakistan. Die Expedition in die Welt des Flaschenwassers verdichtet sich zu einem Bild über die Denkweisen und Strategien des mächtigsten Lebensmittelkonzerns der Welt.

Eintritt frei – Spende willkommen 🙂

Link zur Website

Faktencheck: Let me join (7.9.2018)

Bitte die „Frage“ anklicken!


Frage: Es wurde die Initialive 'Solidarity City' erwähnt - wo kann man mehr darüber erfahen?
Zwei Antworten, da die Initiative von mehreren Gruppen auf unterschiedlichen Plattformen getragen wird:

Wer Geld für die Initiative spenden möchte, kann das hier tun:

Solikonto: BreSoC (Bremen Solidarity Centre) e.V.
IBAN: DE92 4306 0967 2074 0487 00
GLS Bank, Verwendungszweck: Spende GDS

oder hier: Crowdfunding


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Let me join

Bewegungsfreiheit ist das Recht zu gehen und zu bleiben. Aktivist*innen in Amsterdam und in Deutschland erzählen.Was haben Hausangestellte ohne Papiere, ein Aktivist aus Nigeria und eine ehemalige DDR Bürgerin gemeinsam? Sie alle müssen oder mussten sich mit der Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit auseinandersetzen. Let me join weiterlesen

Filmabend – Titel: Geheim :-)

Kinofilm über die Anfänge
der Frauenrechtsbewegung in GB
„Das berührende Filmdrama erzählt die wahre Geschichte der Suffragette-Bewegung. Dabei werden fiktive Figuren zusammen mit historischen Personen gezeigt. So spielt die Oscarpreisträgerin Meryl Streep die radikalfeministische Aktivistin Emmeline Pankhurst. Diese verstarb Anfang 1928, kurz bevor das Frauenwahlrecht eingeführt wurde. Die Regie übernahm die Britin Sarah Gavron.“ (Text: Kino.de)

2015 mit Carey Mulligan, Meryl Streep, Helena-Bonham-Carter

Einlass: 19.30h
Filmstart: 20.00h

Kein Eintritt, Spende erwünscht

(Wir dürfen den Titel aus Lizenzgründen in diesem Fall nicht nennen – das würde extra berechnet werden – aber er ist durch die Beschreibung leicht zu ermitteln.)

Gegen die Kriminalisierung von Seenotrettung

Als vor einigen Wochen die private Seenotrettung im Mittelmeer praktisch von Italien und Malta durch das Hafenanlaufverbot bzw. Festsetzen von Rettungsschiffen komplett unterbunden wurde, gründete sich bundesweit das Netzwerk „Seebrücke“. Für den kommenden Sonntag ruft das Bündnis zu einer Demonstration in Bremen auf, um gegen die zunehmende Behinderung der privaten Seenotrettung im Mittelmeer zu protestieren.

Treffpunkt: Sonntag, 12. August um 13 Uhr am Bremer Hauptbahnhof.

Gegen die Kriminalisierung von Seenotrettung weiterlesen

Guardians of the Earth

Als wir entschieden die Erde zu retten

Willkommen auf dem Klimagipfel zur Rettung der Erde: In nur elf Tagen sollen sich 20.000 Vertreter aus 195 Ländern in Paris auf das erste globale Abkommen gegen den Klimawandel einigen. Ein Vertrag, der jeden Menschen auf der Erde, lebend oder ungeboren, beeinflussen wird — ein Pakt, der entscheidet, ob unsere Spezies überhaupt noch eine Zukunft hat. Guardians of the Earth weiterlesen

Bottled Life – Die Wahrheit über Nestlés Geschäfte mit dem Wasser

Bottled life (Plakat)Wie verwandelt man Wasser in Geld? Es gibt eine Firma, die das Rezept genau kennt: Nestlé. Dieser Konzern dominiert den globalen Handel mit abgepacktem Trinkwasser.

Der Schweizer Journalist Res Gehriger macht sich auf, einen Blick hinter die Kulissen des Milliardengeschäfts zu werfen. Nestlé blockt ab. Es sei der falsche Film zur falschen Zeit, heisst es in der Konzernzentrale. Doch der Journalist lässt sich nicht abwimmeln. Bottled Life – Die Wahrheit über Nestlés Geschäfte mit dem Wasser weiterlesen