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Alphabet

Freitag, 1. Februar 2019, 19:30

Angst oder Lie­be – wie wol­len wir mit unse­ren Kin­dern umgehen?

Unser Wirt­schafts- und Gesell­schafts­sys­tem wird durch kri­sen­haf­te Ent­wick­lun­gen zuneh­mend in Fra­ge gestellt und eine Ant­wort ist nicht in Sicht. Die poli­ti­schen und wirt­schaft­lich Mäch­ti­gen wur­den zum Groß­teil an den bes­ten Schu­len und Uni­ver­si­tä­ten aus­ge­bil­det. Ihre Rat­lo­sig­keit ist deut­lich zu spü­ren und an die Stel­le einer lang­fris­ti­gen Per­spek­ti­ve ist kurz­at­mi­ger Aktio­nis­mus getreten.

Mit erschre­cken­der Deut­lich­keit wird nun sicht­bar, dass uns die Gren­zen unse­res Den­kens von Kind­heit an zu eng gesteckt wur­den. Egal, wel­che Schu­le wir besucht haben, bewe­gen wir uns in Denk­mus­tern, die aus der Früh­zeit der Indus­tria­li­sie­rung stam­men, als es dar­um ging, die Men­schen zu gut funk­tio­nie­ren­den Räd­chen einer arbeits­tei­li­gen Pro­duk­ti­ons­ge­sell­schaft aus­zu­bil­den. Die Lehr­in­hal­te haben sich seit­her stark ver­än­dert und die Schu­le ist auch kein Ort des auto­ri­tä­ren Drills mehr. Doch die Fixie­rung auf nor­mier­te Stan­dards beherrscht den Unter­richt mehr denn je.

Denn neu­er­dings weht an den Schu­len ein rau­er Wind. „Leis­tung“ als Fetisch der Wett­be­werbs­ge­sell­schaft ist welt­weit zum uner­bitt­li­chen Maß aller Din­ge gewor­den. Doch die ein­sei­ti­ge Aus­rich­tung auf tech­no­kra­ti­sche Lern­zie­le und auf die feh­ler­freie Wie­der­ga­be iso­lier­ter Wis­sens­in­hal­te lässt genau jene spie­le­ri­sche Krea­ti­vi­tät ver­küm­mern, die uns hel­fen könn­te, ohne Angst vor dem Schei­tern nach neu­en Lösun­gen zu suchen.

Erwin Wagen­ho­fer begreift das The­ma „Bil­dung“ sehr viel umfas­sen­der und radi­ka­ler, als dies übli­cher­wei­se geschieht. Fast alle Bil­dungs­dis­kus­sio­nen sind dar­auf ver­kürzt, in einem von Kon­kur­renz­den­ken gepräg­ten Umfeld jene Schul­form zu pro­pa­gie­ren, in der die Schü­ler die bes­te Per­for­mance erbrin­gen. Wagen­ho­fer hin­ge­gen begibt sich auf die Suche nach den Denk­struk­tu­ren, die dahin­ter ste­cken. Was wir ler­nen, prägt unse­ren Wis­sens­vor­rat, aber wie wir ler­nen, prägt unser Denken.

Nach WE FEED THE WORLD und LETS MAKE MONEY ist ALPHABET der abschlie­ßen­de Teil einer Tri­lo­gie, der die The­men der bei­den vor­he­ri­gen Fil­me noch­mals auf­greift und wie in einem Brenn­glas bündelt.

ALPHABET ist Erwin Wagen­ho­fers bis­her radi­kals­ter Film.

Web­sei­te: http://alphabet-film.com/

Ein­tritt frei – Spen­de willkommen.

Details

Datum:
Freitag, 1. Februar 2019
Zeit:
19:30

Veranstaltungsort

  • Theatersaal des Gemeindezentrum Zion

  • Kornstraße 31,
    28201 Bremen
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  • Telefon 0421 597 695 21

Veranstalter

  • Kino in der Neustadt
  • E-Mail kontakt@kino-in-der-neustadt.de
Kino in der Neustadt
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